
Jedes Kind braucht Bildung: Das haben wir 2025 erreicht
„Ich halte Unterricht nicht nur von einer Seite des Klassenzimmers – ich bin mittendrin.“
Lehrerin Moriom Khatun steht beispielhaft für die Bildungsarbeit von NETZ: engagierte Lehrkräfte, die Kinder aktiv einbeziehen und das Lernen lebendig gestalten.
Bildungsprojekte qualifizieren Lehrkräfte, verbessern die Ausstattung an Schulen und fördern Unterricht, der sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Mit Liedern, Geschichten und Bewegung, naturwissenschaftlichem, kreativem und multimedialem Unterricht samt praktischer Übungen wird Lernen anschaulich und alltagsnah - und stärkt neben grundlegenden Fähigkeiten das Selbstvertrauen der Kinder. Eine begleitende Studie an staatlichen Grundschulen und Anandalok Schulen zeigt, wie deutlich kindzentrierter Unterricht die Beteiligung stärkt und Lernerfolge verbessert.
Ein Schwerpunkt liegt auf der frühkindlichen Bildung. Mädchen und Jungen ab vier Jahren werden in einem von NETZ umgesetzten Pilotmodell spielerisch auf die Schule vorbereitet. Das ist besonders wichtig, da Kinder aus allen Familien an die Schule herangeführt werden und dem Unterricht von Beginn an gut folgen können. Die Wirkung ist breit und nachhaltig: Staatliche Stellen setzen das Modell inzwischen an weiteren Schulen um. So wird die Grundlage für eine langfristige Verbesserung der Bildungsqualität geschaffen.
Auch Eltern und Gemeinden sind wichtig im Projektschwerpunkt. Durch regelmäßige Treffen, Hausbesuche und die Zusammenarbeit in Schulkomitees werden Schüler*innen individuell begleitet und Schulabbrüche deutlich reduziert. So entsteht ein enges Netz aus Schule, Familie und Gemeinschaft, das Bildung stabilisiert und allen Kindern eine Zukunft ermöglicht.
Sehr gut
Temporäre Dorfschulen werden nach Projektende in Eigenverantwortung der Gemeinden als Lernzentren weitergeführt.
Wegweisend
Praktischer Unterricht und interaktive Aktionstage kommen sehr gut an. Schulen außerhalb des Projektes wollen den Ansatz ebenfalls für sich nutzen.
Zu verbessern
Viele Schulen verfügen über unzureichende Infrastruktur, etwa Gebäude und Schulhöfe, die durch Extremwetter beschädigt werden. Die Instandhaltung ist kostenintensiv.
Herausfordernd
Viele Familien kämpfen mit wirtschaftlichem Druck, der Kinder stärker gefährdet – etwa durch Kinderarbeit oder frühe Verheiratung.
NETZ fördert drei Schultypen
1. Anandalok Schulen bieten Unterricht für je 180 Kinder (Vorschule bis zur fünften Klasse). Die Dorfgemeinschaften übernehmen Verantwortung für die Einrichtungen.
2. Staatlichen Grundschulen in Bangladesch schließen Kinder aus Familien in Armut oft aus. NETZ-Projekte verhindern das. Die unterstützten Schulen stehen allen offen.
3. Dorfschulen ermöglichen Unterricht in besonders strukturschwachen Gebieten für je 30 Mädchen und Jungen.
Mehr über den Projekt-Schwerpunkt "Jedes Kind braucht Bildung"
Was wir 2026 vorhaben
NETZ steht für Kontinuität. Wir werden 294 Schulen unterstützen und 8.820 weitere Kinder erreichen. Ein Fokus liegt dabei auf inklusiver Bildung und der Teilhabe von Kindern mit Behinderungen sowie Kindern aus benachteiligten Gruppen.




