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Klimagerechte Zukunft

Ein fataler Kreislauf

Ob berufsbedingt oder der Familie wegen: Umziehen ist aufregend und gehört zum Leben dazu. Was aber, wenn man dazu gezwungen wird? Und das nicht nur einmal, sondern jedes Jahr. Weil die eigene Behausung durch immer wiederkehrendes Hochwasser zerstört wird.

Die Folgen des Klimawandels sind eine enorme Bedrohung für die Welt. Doch zusammen mit sozialer Ungerechtigkeit wirkt diese Bedrohung in Bangladesch schon jetzt fatal: Die ärmsten Menschen werden immer wieder zu Opfern, weil sie in Fluten oder durch Wirbelstürme alles verlieren. Weil niemand sie bei einer nachhaltigen Lösung unterstützt und sie immer wieder von vorn anfangen müssen.

Ein Kreislauf – der sich jedoch ganz einfach durchbrechen ließe.

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Verheerende Folgen

Sie tragen am wenigsten dazu bei, leiden aber mit am meisten unter den Folgen – der Klimawandel ist für arme Menschen in Bangladesch eine doppelten Herausforderung: Sie müssen mit den verheerenden Folgen von Wetterextremen leben, während die Welt es nicht vermag, den Kohlendioxyd-Ausstoß als Hauptursache deutlich zu mindern. Zugleich bleiben die Menschen aber auch in der eigenen Gesellschaft vergessen: Landlose Familien müssen in Flussuferregionen oder auf Schwemmlandinseln in großen Strömen siedeln – weil es mitunter das einzige Land ist, von dem sie nicht vertrieben werden. Und dennoch sind sie gezwungen, jedes Jahr umzuziehen – weil die Fluten ihr Zuhause einfach wegschwemmen.

Zehntausende Menschen sind davon betroffen. Erwachsene, Ältere, Kinder. Schwimmer und Nichtschwimmer. Sie verlieren nicht nur Hab und Gut, sondern auch Lebenszeit. Knapp drei Monate steht das Wasser bei einer Überflutung in Häusern und auf Feldern, bis es komplett abgezogen ist. Für einen 20-Jährigen bedeutet das: Er hat bereits drei Jahre seines Lebens verloren im Warten darauf, dass die Flut zurückgeht.

Welche Chancen haben die Betroffenen?

Eine Frage der Menschenrechte

Beim NETZ-Ansatz zur lokalen Anpassung an den Klimawandel in Bangladesch steht vor allem eins im Mittelpunkt: Gerechtigkeit. Die Anpassung an den Klimawandel ist mehr, als nur auf die zunehmend heftigen Auswirkungen der Wetterextreme zu reagieren. Denn nicht nur oberflächlich betrachtet, sind diese etwas, das alle Bereiche der Gesellschaft betrifft. Ob und wie sehr jemand unter den Auswirkungen leidet, hängt schließlich auch grundsätzlich von Ausgrenzung und Geschlechterungleichheit in der Gesellschaft ab. Deshalb hat die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel sehr viel mit struktureller Armut zu tun und ist auch eine Frage der Gerechtigkeit und des Einsatzes für die Menschenrechte.

Die Bedürfnisse der Menschen vor Ort, ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und ihr Wissen dienen als Grundlage für die Projekte. AM wichtigsten ist es daher, die Menschen zusammenzubringen, um als Gruppe gemeinsam zu handeln. In Schulungen lernen Betroffene über die wissenschaftlichen Zusammenhänge des Klimawandels und entwickeln praktisches Katastrophenmanagement. Sie treten in Kontakt mit staatlichen Behörden, Forscher*innen und weiteren Akteuren. So bringen sie ihre Perspektiven und Erfahrungen ein und gestalten nationale Klimapolitik mit, während sie vor Ort den Katastrophenschutz zu verbessern. Die am meisten benachteiligten Menschen bringen ihr wertvolles lokales Wissen ein und werden dadurch anerkannt als wichtige Beteiligte im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Das stärkt zugleich ihre Position in der Gesellschaft und befähigt sie, auch für ihre sozialen Rechte einzustehen, gehört zu werden, und ihre Lebensumstände dadurch nachhaltig zu verbessern.

Erfolgreicher Ansatz
Klima

Was die Gemeinden erreicht haben

    • Dialogrunden mit politischen Entscheidungsträger*innen auf
      nationaler und internationaler Ebene
    • Etablierung von Klimaschutz-Netzwerken und Treffen mit
      Netzwerkpartner*innen
    • Beteiligung an Studien, unter anderm zu Kilmavulnerabilität und Klimaanalysen
    • Vorstellung und Diskussion von Klimastudien-Ergebnissen und Vorschläge für Handlungsoptionen auf nationaler und internationaler
      Ebene
    • Berichte über die Gefahren von Klimaveränderungen für marginalisierten Gruppen

Teilnehmerin am Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ in Mymensingh mit ihren Papaya-Stauden
Baumsetzlinge, Sträucher und Feldfrüchte

wurden gepflanzt - zur Stärkung des Bodens gegen Erosion und für eine verbesserte Ernährung der Familien.

Häuser und Schulgebäude

wurden erhöht, damit sie in Flutzeiten sicher sind und als Notunterkunft genutzt werden können

Ein runder Tisch zum Klimathema

hat die Perspektive von Familien, Sozialarbeitern, Forschern und Aktivisten ins Zentrum der landesweiten Aufmerksamkeit gerückt

Unsere Prinzipien

Partnerschaft

Der Klimawandel ist eine weltweite Gefahr, die über Grenzen hinweg geht. Eine Partnerschaft zwischen Menschen in mehr und weniger Betroffenen Regionen ist dafür essenziell.

Partizipation

Ein wirksamer Einsatz gegen die Folgen des Klimawandels ist nur möglich, wenn Betroffene einbezogen werden. Deren Perspektive, Wissen und Ideen stehen bei den Projekten im Vordergrund.

Empowerment

Beim Klimawandel geht es nicht nur um das Wetter, sondern auch um sozialen Wandel. Die Projekte fokussieren daher besonders die Stärkung von gesellschaftlich benachteiligten Menschen.

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Klima braucht Wandel

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Philipp Kappestein

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