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Filmabend „Black Water“ in Köln Austausch über Klimawandel, Flucht und Perspektiven aus Bangladesch

Am 20. Oktober 2026 war NETZ Bangladesch zu Gast im Filmhaus Köln. Durch den Kölner Flüchtlingsrat organsiert zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Organisationen Köln Aktion Bürgerinnen Asyl, Migafrica, Initiative Klimagerecht leben und Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen fand dort ein Filmabend mit dem Film Black Water des Regisseurs Natxo Leuza statt. Im Anschluss folgte ein Austausch über die Folgen der Klimakrise, Migration und die im Film dargestellte Situation in Bangladesch
Bereits vor der Filmvorführung lud ein „Markt der Möglichkeiten“ im Foyer des Filmhauses zum Austausch ein. Verschiedene Organisationen präsentierten ihre Arbeit und kamen mit den Besucher*innen ins Gespräch. Das vielfältige Angebot schuf eine offene und einladende Atmosphäre und ermöglichte es den Gästen, direkte Anknüpfungspunkte zu den im Film behandelten Themen zu finden. Gleichzeitig trug die breite Beteiligung verschiedener Organisationen dazu bei, viele Menschen zu erreichen und die ausverkaufte Veranstaltung möglich zu machen.
Der Film Black Water schildert eindrücklich die Auswirkungen von Klimawandel, Armut und sozialer Unsicherheit in Bangladesch. Seine starken Bilder hinterließen bei vielen Zuschauer*innen große Betroffenheit. Gleichzeitig entstand im anschließenden Podiumsgespräch Raum für eine wichtige Einordnung. Gemeinsam mit Soziologin Aurora A. Sauter diskutierte Layla Islam für NETZ Bangladesch, welche Perspektiven der Film sichtbar macht, aber auch, welche Aspekte weitgehend ausgeblendet bleiben.
Besonders wichtig war dabei der Hinweis, dass Bangladesch weit mehr ist als die im Film gezeigten Krisensituationen. Im Gespräch wurde deutlich, dass vor Ort längst zahlreiche Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels umgesetzt werden. Lokale Initiativen, zivilgesellschaftliche Organisationen und engagierte Gemeinschaften entwickeln Strategien, um mit Überschwemmungen und anderen Klimarisiken umzugehen. Die Frage, wie Menschen vor Ort unterstützt werden können und welche Ressourcen sie benötigen, rückte dadurch stärker in den Mittelpunkt als die häufig verkürzte Vorstellung, die Folgen der Klimakrise würden automatisch vor allem zu mehr Flucht nach Europa führen.
Die Diskussion zeigte zugleich, wie groß der Bedarf an Wissen und Austausch zu diesen Themen ist. Viele Besucher*innen äußerten, dass ihnen die Einordnung durch das Podium geholfen habe, die Eindrücke des Films besser zu verstehen und ein differenzierteres Bild von Bangladesch zu gewinnen. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur an Wissen über die Lebensrealitäten der Betroffenen fehlt, sondern auch über konkrete Möglichkeiten, mit Naturkatastrophen umzugehen. Umso wichtiger sind Informationen über erfolgreiche lokale Ansätze und die Arbeit von Partnerorganisationen vor Ort.
Unser herzlicher Dank gilt dem Kölner Flüchtlingsrat, insbesondere Daniel Valencia Yepes, sowie allen beteiligten Organisationen für die Organisation und Durchführung dieses gelungenen Abends. Gemeinsam wurde deutlich: Der Austausch über Klimagerechtigkeit, globale Verantwortung und lokale Handlungsmöglichkeiten bleibt wichtiger denn je.








