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Menschenwürde im Ausverkauf – NETZ protestiert gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit

Protest gegen Kürzungen der Entwicklungszusammenarbeit 2026

Menschenwürde im Ausverkauf!

Unter diesem Motto beteiligte sich NETZ gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen an einer Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt gegen die geplanten Haushaltskürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit für das Jahr 2027.

Die drastische Reduzierung der Mittel soll sich auch 2027 fortsetzen. Die Bundesregierung plant, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit um weitere 500 Millionen Euro auf rund 9,5 Milliarden Euro zu senken. Für die humanitäre Hilfe ist weiterhin lediglich eine Milliarde Euro vorgesehen, das sind weniger als 0,2 Prozent des gesamten Bundeshaushalts. Deutschland unterschreitet auch die Zielmarke, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit zu nutzen.

Diese Kürzungen sind weit mehr als abstrakte Zahlen. Sie haben konkrete Folgen für Menschenleben. Menschen werden in Krisen- und Konfliktregionen alleine gelassen. Ihr Recht auf Nahrung, Gesundheit, Bildung und Wohnung gerät in Gefahr. Eine Studie im Fachjournal The Lancet warnt, dass bis 2030 mehr als 9,4 Millionen Menschen aufgrund weltweiter Kürzungen von Entwicklungsausgaben sterben könnten.

Mit unserem Protest machen wir deutlich, dass Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe keine verzichtbaren Ausgabenposten sind, sondern Ausdruck globaler Verantwortung und internationaler Solidarität.

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