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Den Wandel vor Ort gestalten Klima Menschen Rechte

Schwerpunkt Klimagerechte Zukunft

Projektstatus 2025-2028

Dringend benötigte Mittel € 199.998

"Wir werden kaum unterstützt - aber wir müssen unser Leben schützen"

Fatema Begum, Sirin Begum und Mitaly Rany warnen: Die Herausforderungen durch die Klimakrise in ihren Dörfern sind immens. Regelmäßige starke Überschwemmungen machen die Hühner-, Enten- und Rinderzucht zunehmend schwer. Trinkwasser wird verunreinigt. Teiche, die von der Bevölkerung gemeinsam genutzt werden, verschmutzen zusehends. Jedes Jahr werden Fische aus diesen und anderen Wasserreservoirs durch Fluten weggespült. Auch nehmen Dämme an den Flüssen Schaden und stellen - ohne notwendige Reparaturen - eine große Gefahr für das Hinterland dar. Bersten sie, wird das Nutzland auf Monate unbrauchbar. Wovon aber sollen die Kleinbauern in den ländlichen Regionen leben? Und wie sollen die am stärksten Betroffenen, also Menschen in Armut, marginalisierte und Indigene Gruppen ohne finanzielle Reserven und politische Fürsprecher, eine solche Katastrophe allein überstehen?


Die Folgen der Klimakrise in Bangladesch offenbaren, dass es nicht nur um Hilfe im Katastrophenfall geht. Menschenrechte und politische Teilhabe aller sind essenziell, um im Wandel bestehen zu können. Das Projekt verbindet die Schwerpunkte Klimagerechte Zukunft und Menschenrechte verteidigen.

Unabhängig für Rechte und eine sichere Umwelt

Damit sich Regionen an den Klimawandel anpassen und mit den Folgen umgehen können, braucht es nicht nur die Reaktion auf Extremwetterereignisse. Es braucht vor allem strukturelle Veränderung: die Stimmen der Betroffenen, die häufig zu den am meisten benachteiligten Menschen der Gesellschaft gehören, müssen gehört werden. Ihre Rechte auf Sicherheit und Schutz durch staatliche Behörden müssen gewahrt und durchgesetzt werden. Und: Die Menschen müssen ihre Sorgen und Vorschläge einbringen können.

Das Projekt gründet und unterstützt lokale zivilgesellschaftliche Organisationen, also Dorfgruppen, in Klimawandel-Hot-Spot-Bereichen in ganz Bangladesch. Die Gruppen werden von Frauen, Jugendlichen und Indigenen geführt. Die Gruppen setzen sich unabhängige Akteur*innen für eine gesunde, saubere und sichere Umwelt und eine kohlenstoffarme, klimaresiliente Gesellschaft ein. Und: Sie treten in Dialog mit staatlichen Behörden, machen auf Verfehlungen aufmerksam und sind wichtige Impulsgeber für die Entwicklung vor Ort.

Dadurch werden insgesamt mehr als 13.500 Menschenrechtsverteidiger*innen in fast 400 Dorfgruppen, in mehr als 80 Menschenrechts AGs an Schulen sowie in über 70 Theatergruppen unterstützt. Die Gruppen treffen sich regelmäßig, analysieren Probleme und bringen diese in die öffentliche Diskussion.

Rechte erfolgreich einfordern

In den südlichen Küstengebieten Bagerhat, Khulna und Satkhira und den dürreregefährdeten Regionen Naogaon und Rajshahi im Nordwesten leben besonders gefährdete Gruppen: Fischergemeinden und indigene Gruppen drohen durch Klimaveränderungen ihre Lebensgrundlagen zu verlieren. Die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen steht im Zentrum. Menschenrechtsverteidiger*innen vor Ort erklären, dass die Zivilgesellschaft einerseits durch Schulungen stärker für klimabezogene Ereignisse sensibilisiert werden muss, um die Klimaresilienz zu fördern und handeln zu können. Andererseits werden sie so auch über eigene Rechte aufgeklärt: Sie lernen, welche staatliche Unterstützung und Kompensationsmaßnahmen es etwa für Fischergemeinschaften gibt und wie sie die Reparatur maroder Infrastruktur erfolgreich einfordern können. Sie werden ermutigt, die politisch Verantwortlichen zum Schutz von Naturlandschaften wie den Mangrovenwald Sundarbans zu drängen, um Wilderei und illegale Abholzung oder Müllentsorgung zu stoppen. Und nicht zuletzt können sie gemeinsam mit einer starken Stimme sprechen, um vor Ort Klimaschutzmaßnahmen wie Drainagesysteme, Deichsicherung oder Baumpflanzungen erwirken zu können. 

Probleme sichtbar machen mit Dialog

Die Menschenrechtsgruppen werden dabei unterstützt, in den demokratischen Dialog mit staatlichen Stellen und Lokalpolitiker*innen zu treten. In Trainings wird besonderer Wert darauf gelegt, den Gruppen Konfliktsensibilität zu vermitteln: Nicht sture Konfrontation ist das Ziel, sondern ein Austausch, bei dem die Entscheider*innen bis hin zur nationalen Ebene die Herausforderungen der lokalen Bevölkerung und besonders gefährdeter Gruppen verstehen und daraufhin handeln. Mit gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen erreichen die Menschenrechtsaktivist*innen die Öffentlichkeit und ein breites Publikum und machen viele Probleme überhaupt erst einmal sichtbar. So können sie Ansätze und innovative Lösungen für ökologische Nachhaltigkeit einbringen. Und so schaffen sie strukturelle Veränderungen und stoppen mittel- und langfristig auch umweltbezogene Menschenrechtsverletzungen.   

Unsere Prinzipien

Partnerschaft

NETZ kooperiert mit lokalen Partnerorganisationen, die seit Jahrzehnten erfolgreich vor Ort arbeiten. Sie kennen die Region und die Problemlage am besten.

Partizipation

Bei der Frauenrechtsarbeit bleiben Männer und Jungen nicht außen vor: Sie werden einbezogen, für das Thema sensibilisiert und arbeiten aktiv an der Gleichberechtigung mit.

Empowerment

Mädchen und Frauen erlangen Selbstbewusstsein, stärken ihre Identität und behaupten sich in einer männerdominierten, konservativen Gesellschaft.

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Noch Fragen?

Anastasia Rau

Hallo, ich bin Anastasia Rau. Haben Sie Fragen zu den Schwerpunkten "Jedes Kind braucht Bildung" oder zu "Menschen haben Rechte"? Ich helfe Ihnen gerne weiter.

Häufige Fragen zu Spenden