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Vorkehrung und Einkommen im Flutgebiet Wenn das Wasser wiederkommt

Schwerpunkt Ein Leben lang genug Reis

Projektstatus 2019-2021

Dringend benötigte Mittel € 64.611

„Wenn nötig, tragen wir die Menschen zu zweit ins Boot. Hauptsache, wir können sie retten.“

Im normalen Leben ist Abdul Wahab Teeverkäufer – doch wenn Dämme brechen und das Hochwasser kommt, packt er als Katastrophenhelfer für seine Gemeinde mit an. Den Menschen in abgelegenen Regionen im Norden Bangladeschs bleibt im Notfall oft keine Chance: Wenn die Flüsse zur Regenzeit Felder, Straßen und ganze Dörfer überfluten, können viele Familien kaum mehr tun, als auf ihre Hausdächer zu fliehen und auszuharren. Ohne Vorräte oder die Möglichkeit, sich ins Trockene zu retten, wären sie hilflos.

Die Menschen müssen mit dem Wasser leben. Aber Helfer*innen wie Abdul Wahab sorgen dafür, dass sie gut vorbereitet und in der Krise sicher sind.

Gefährdete Menschen werden von freiwilligen Helfern evakuiert.
Vielerorts zerstört das Wasser die ohnehin fragile Infrastruktur.
Leben am Wasser: Die Fluten werden Jahr für Jahr heftiger und unberechenbarer.
Besonders Kinder sind gefährdet.
Geflutete Häuser und nur nordürftig geschaffene Wege.

Hilfe beginnt nicht erst nach der Katastrophe

In Vorbereitung auf ein Hochwasser gibt es viel zu lernen: Wo ist die nächstgelegene Schutzunterkunft? Wie kann das eigene Vieh gerettet werden? Und woher bekommt man eigentlich Informationen, wann ein Unwetter bevorsteht? Die meisten Menschen in der Projektregion leben in Armut und haben keinen Zugang zur staatlichen Katastrophenvorsorge. Zudem sind Infrastuktur und Versorgungslage unzureichend. Somit bleiben die Menschen, die am stärksten betroffen sind, bei der Aufklärung und praktischen Hilfe oft außen vor.

NETZ und Partner ändern das, von zwei Seiten. Auf der einen Seite werden Behörden für die gefährliche Lage der Betroffenen sensibilisiert. Auf der anderen klären freiwillige Katastrophenhelfer, die von unseren Partnern organisiert und geschult werden, die Betroffenen auf. In Notfällen erreichen sie als erste die Dörfer und helfen mit Nahrungsmitteln oder bei der Evakuierung.

Im Notfall sicher

Vor jeder Flutsaison ist Abdul Wahab von Haus zu Haus unterwegs und bereitet die Menschen vor: Wie wird Nahrung am besten haltbar gemacht? Welche Hilfsmittel wie Kerzen, Plastikfolie und Streichhölzer sollte man griffbereit haben? Und wie wird ein transportabler Ofen zum Kochen gefertigt? Per Radio und Mobiltelefon informiert sich Abdul Wahab dann stets über die Pegelstände der Flüsse, damit er im Fall der Fälle schnell am richtigen Ort ist.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen Menschen, die oft vergessen werden: alleinstehende Frauen, Ältere, Schwangere oder Menschen mit Behinderung. Helfer*innen wie Abdul Wahab können sie bei Überflutungen zu Sammelstellen wie Gemeindezentren oder Schulen bringen, in denen sie unterkommen können. Geht das Wasser zurück, begleiten sie die Menschen zurück in ihre Häuser und sorgen nach: Sie säubern die Räume von Ungeziefer, bereiten die Brunnen für sicheres Trinkwasser auf – und verhindern so Krankheitsausbrüche.

Dauerhaftes Unterstützernetzwerk

Das Projekt bietet Menschen, die aufgrund ihrer Wohn- und Lebensverhältnisse doppelt benachteiligt, sind unmittelbar Schutz. Es bewirkt aber ebenso eine langfristige soziale Stärkung. Anstatt ihre Häuser aufgeben zu müssen, lernen die Menschen, wie sie ihr Hab und gut sichern. Katastrophenhelfer*innen und freiwillige Unterstützer*innen aus der Lokalbevölkerung  spannen zusammen mit den Dorfgruppen ein dauerhaftes Unterstützernetzwerk. Angefangen im Dialog mit den Lokalpolitikern, aber auch darüber hinaus, bringen die erfahrungen der Betroffenen ein. Es wird sichtbar, wie verheerend der Klimawandel lokal wirkt. Und was jede und jeder dagegen tun können.

Sicher mit dem Wasser leben.

Unsere Prinzipien

Partnerschaft

Die lokalen Partnerorganisationen von NETZ arbeiten seit Jahrzehnten professionell vor Ort. Sie kennen die Regionen und wissen, wie schnell gehandelt werden kann.

Partizipation

Menschen aus den Projekt-Dörfern werden zu "Nothelfern" fortgebildet und handeln selbstständig. Es braucht keine Unterstützung von außerhalb.

Empowerment

Projektteilnehmerinnen lernen, wie sie sich auf Notsituationen vorbereiten können und werden handlungsfähig. Das Wissen geben sie weiter und vertreten ihre Perspektive selbstbewusst gegenüber staatlichen Stellen.

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Hallo, ich bin Philipp Kappestein.
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