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Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel

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Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina Wajed hat sich am Rande ihrer Teilnahme an der 53. Münchner Sicherheitskonferenz am 18. Februar mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Hasina warb bei diesem Treffen unter anderem um finanzielle Unterstützung für den umstrittenen Plan, geflüchtete Rohingyas aus Myanmar auf eine Schwemmlandinsel im Golf von Bengalen umzusiedeln.

Im Januar 2017 präsentierte die Regierung Bangladeschs Pläne, in das Land geflohene Rohingyas auf einer Schwemmlandinsel im Golf von Bengalen vorübergehend anzusiedeln. Nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen haben dazu aufgerufen, die Pläne der Umsiedlung zu stoppen, da die vorgeschlagene Insel Thengar Char weder bewohn- noch kultivierbar sei. Sie werde von Flutwellen und Wirbelstürmen bedroht und steht während der Regenzeit unter Wasser. Außerdem mahnt das UN-Flüchtlingshilfswerk, dass jegliche Umsiedelung auf freiwilliger Basis der Betroffenen geschehen müssen. 

Die muslimischen Rohingyas werden von den Vereinten Nationen aktuell als die „am stärksten verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft.  Ansässig sind die meisten im südwestlichen Bundesstaat Rakhine in Myanmar. Ein Gesetz aus dem Jahr 1982 verweigert den Rohingyas jedoch die Staatsbürgerschaft in dem mehrheitlich buddhistischen Land. Auf Grund von Repression und Verfolgung leben gegenwärtig rund 1,5 Millionen Rohingyas als Flüchtlinge in weiteren Ländern Asiens. 

Mehr Informationen zum Thema "Flucht" finden Sie in der NETZ-Zeitschrift 1-2016 "Kein Schutz in Sicht? Flucht und Fluchtursachen in Bangladesch".

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