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Update: Corona Virus Pandemie

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Laut der John Hopkins Universität in Baltimore, USA, sind in Bangladesch sieben Menschen geheilt, die an COVID-19 erkrankt waren, fünf Menschen starben, 27 Menschen seien aktuell infiziert. Die Direktorin des Instituts für Epidemiologie, Krankheitskontrolle und Forschung in Bangladesch, Meerjady Sabrina Flora, sagte heute, dass innerhalb der letzten 24 Stunden keine neuen Corona-Infektionen festgestellt wurden. Aufgrund der spärlichen Testmöglichkeiten im Land können diese Informationen jedoch nicht als zuverlässig eingestuft werden.

Einschränkungen des öffentlichen Lebens
Die Regierung hat eine Einschränkung des öffentlichen Lebens vom 26. März bis zum 4. April angeordnet. Alle Büros müssen geschlossen bleiben. Nur Behörden, die als notwendig erachtet werden, bleiben geöffnet. Banken sind 3,5 Stunden pro Tag für Bargeld-Transaktionen geöffnet. Krankenhäuser, Küchenmärkte, Drogerien sollen geöffnet bleiben. Öffentliche religiöse, politische und soziale Versammlungen sind verboten.

Außerdem verlängerte das Bildungsministerium die Schließungen aller Schulen und Bildungseinrichtungen bis zum 9. April. Der Bevölkerung wird geraten, nur in Notfällen – um Essen oder Medikamente zu kaufen oder um sich behandeln zu lassen – das Haus zu verlassen.

Die Armee unterstützt seit dem 24. März die staatliche Verwaltung beim „Social Distancing“ und der Überwachung von Behandlungen, sowie der Überwachung von Quarantäneeinrichtungen für Verdachtsfälle. Menschen, die nach Bangladesch einreisen, müssen sich bei der Polizei melden.

Verkehr
Durch die am 23. März angekündigten Einschränkungen begannen zehntausende Menschen, Dhaka zu verlassen. Die Reisenden wollten die Zeit der Ausgangsbeschränkungen in ihren Dörfern verbringen und gingen davon aus, dort sicherer zu sein als in der Hauptstadt. Am Tag darauf folgte ein gewaltiger Ansturm auf Busse, Bahnen und Fähren, sodass die Behörden allen öffentlichen Verkehr stoppte, um die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen. Der ehemalige Regionalberater der Weltgesundheitsorganisation, Muzaherul Huq, sagte, dass das Risiko der Übertragung des Coronavirus durch die Abwanderung aus der Stadt gestiegen sei.

Textil
Weltweit führende Textilfirmen haben Medienberichten zufolge bei mehr als tausend bangladeschischen Produktionsstätten Aufträge in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar storniert. Grund für die zurückgerufenen Aufträge seien die wegen der Pandemie geschlossenen Läden in der EU und den USA. Rubana Huq, die Chefin der Vereinigung der Textilproduzenten von Bangladesch, teilte dem deutschen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit, dass wegen der Stornierungen viele Arbeiterinnen nicht mehr bezahlt werden könnten. Der Hinweis war mit der Aufforderung an deutsche Firmen verbunden, nicht noch mehr Aufträge aus Bangladesch zurückzurufen.
Die Textilindustrie ist für Bangladesch einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktor. Fast 80 Prozent der Exporteinnahmen des Landes lassen sich auf die Textilindustrie zurückführen.

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