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Update: Zyklon Amphan

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Der Zyklon Amphan traf am Mittwochnachmittag die Küste am Golf von Bengalen. In Westbengalen verwüstete er weite Landstriche und forderte mindestens 72 Todesopfer. Er traf mit einer Windgeschwindigkeit von über 150 Stundenkilometern auf die Mangrovenwälder der Sundarbans. Diese zeigten wieder einmal ihre Wichtigkeit auch bei Katastrophen und konnten die schlimmsten Folgen für Bangladesch abfangen.


Eine Million Menschen in neun Distrikten in den Bezirken Khulna und Barishal betroffen
In Bangladesch traf der Zyklon 26 Distrikte. Mindestens 12 Menschen starben, 100 Dörfer stehen unter Wasser, 2,2 Millionen Häuser wurden zerstört und 20 Millionen Menschen sind ohne Elektrizität. 7,5 Kilometer Schutzdämme seien weggespült und über 200 Brücken beschädigt worden, so Wasserwirtschaftsminister Zahid Faruk. Darüber hinaus seien 1100 Kilometer Straßen zerstört worden.


2,4 Millionen Menschen umgesiedelt
Bevor der Zyklon Bangladesch traf, konnten 2,4 Millionen Menschen in 14.636 dauerhafte und provisorische Unterkünfte umgesiedelt werden. Korrespondenten der bangalischen Tageszeitung „The Daily Star“ berichten, dass der Zyklon jedoch Zehntausende von Menschen obdachlos machte. In Westbengalen wurden etwa 500 000 Menschen in Schutzräume gebracht. Die Covid-Vorkehrungen einzuhalten, war hierbei eine zusätzliche Herausforderung.


Schäden von über hundert Millionen Euro
Die Schäden in den Sundarban sind noch nicht abschätzbar. –Viele Bäume sind entwurzelt und die Süßwasserteiche sind mit Meerwasser überflutet. Amphan hat nach ersten Schätzungen insgesamt Schäden im Wert von rund 118 Millionen Euro  verursacht. Darunter fallen 100 Millionen Euro Schäden für die Landwirtschaft, besonders betroffen sind Mango Plantagen mit einem Schaden von über 16 Millionen Euro. Im Distrikt Sathkhira sind 70% aller Mangobäume betroffen. 1760 Quadratkilometer landwirtschaftliche Nutzflächen sind laut aktuellen Angaben zerstört worden. Darunter 470 Quadratkilometer Reisfelder. Die Regierung geht davon aus, dass es eine Woche dauern wird, bis das volle Ausmaß des Schadens erfasst sei.


In den NETZ-Projekten selbst ist niemand verletzt worden. Unsere Partnerorganisationen kämpfen teils noch mit den Stromausfällen und überprüfen, inwieweit Soforthilfemaßnahmen über die Projekte hinaus notwendig sind.


Bild: www.newagebd.com

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