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Jun 09 2026 Veranstaltungen Was wir ignorieren: Stimmen aus Bangladesch und die verdrängte Realität der Klimakrise

Im NETZ-Programm Klimagerechte Zukunft, Bangladesch

Dass die Klimakrise Lebensgrundlagen im Globalen Süden gefährdet, ist allgemein bekannt. Ignoriert wird weithin, dass gleichzeitig konkrete Strategien zum Umgang mit den Folgen der Klimakrise von den betroffenen Menschen vor Ort entwickelt werden – pragmatisch, erfinderisch und oft unter enormem Druck.

Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich zu einem besonderen Podiumsgespräch ein. Wir möchten den Blick auf jene richten, die die Klimakrise jetzt schon existenziell erleben: Frauen aus ländlichen Regionen Bangladeschs. 

Dienstag, 9. Juni 2026, 10–12 Uhr
Gustav-Stresemann-Institut
Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn


Laut UN geben ländliche Familien in Bangladesch jährlich rund 2 Milliarden US-Dollar aus, um Klimaschäden zu bewältigen – zwölfmal so viel wie das Land aus internationaler staatlicher Entwicklungs- und Klimafinanzierung erhält. Gleichzeitig kommen laut Oxfam weltweit nur etwa 10 % der Anpassungsfinanzierung tatsächlich lokal an, und selten als direkt zugängliche Mittel für betroffene Gemeinschaften. Es bräuchte daher deutlich mehr internationale Solidarität und eine bessere Finanzierung. Doch stattdessen sinkt die politische Aufmerksamkeit, Förderungen werden gekürzt und die internationale Anteilnahme schwindet.

Mit diesem Gespräch möchten wir bewusst einen Gegenakzent setzen und einen Raum für Begegnung, Empathie und Solidarität schaffen. Empathie heißt hier, authentische Stimmen ernst zu nehmen, die Realität hinter den Zahlen zu erkennen und so die Dringlichkeit von Klimagerechtigkeit emotional wie politisch greifbar zu machen.


Asmaul Husna und Jamuna Rani aus dem besonders gefährdeten Distrikt Satkhira im Süden Bangladeschs berichten von ihren Lebenswegen – von existenzieller Unsicherheit, aber auch von Mut, Selbstermächtigung und Engagement. Ihre Geschichten zeigen, wie real die Klimakrise in Bangladeschs Dörfern bereits ist und welche Strategien Menschen entwickeln, um ihre Zukunft trotz widrigster Bedingungen zu sichern.

Md. Shamsuddoha, Klimaforscher am Center for Participatory Research and Development in Dhaka, ordnet die Berichte in Bangladeschs zentrale Herausforderungen ein – von wirksamer Governance über die Beteiligung Betroffener bis zur Rolle internationaler Entwicklungszusammenarbeit.

Die Klimaforscherin Insa Thiele-Eich zeigt, wie das Zusammenspiel von Umwelt und sozialer Verwundbarkeit Frauen besonders stark den Folgen der Klimakrise aussetzt.


Das Ländernetzwerk Bangladesch-Forum würde sich freuen, Sie zu diesem inspirierenden Austausch begrüßen zu dürfen. Wir bitten bis zum 7. Mai 2026 um Anmeldung unter: info@bangladesh-forum.de

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