Hallo, ich bin Philipp Kappestein.
Haben Sie Fragen zum Schwerpunkt Ein Leben lang genug Reis?
Ich helfe Ihnen gerne weiter.
Wo Ressourcen, Einfluss und Unterstützung fehlen, müssen sie dauerhaft erkämpft werden
Eine unzureichende Infrastruktur, die Landwirtschaft als Hauptwirtschaftszweig und immer massivere Schäden durch die Folgen des Klimawandels prägen die strukturschwachen Regionen in Nordbangladesch und Westbengalen. Dorfgruppen als Interessensvertretung der am meisten benachteiligten Menschen haben bei der Armutsbekämpfung in den vergangenen Jahren viel erreicht. Doch damit die Frauen, Männer und Kinder nicht nur den Hunger überwinden, sondern ihre Existenzen dauerhaft sichern und ihre Rechte als Teil der Gesellschaft ausüben können, braucht es mehr: Marginalisierten Bevölkerungsgruppen fehlt der Zugang zu natürlichen Ressourcen, sie haben selten Einfluss auf politische Entscheidungen und wenig staatliche Unterstützung im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels - obwohl sie an vorderster Front stehen.
Projektupdates
Vorbilder für emissionsarmes Wirtschaften
Das Projekt führt den klassischen Ansatz von "Ein Leben lang genug Reis" weiter und festigt das Erreichte: Mit Starthilfen schaffen sich die Teilnehmerinnen, in Dorfgruppen organisiert, Einkommensmöglichkeiten und bauen diese aus. Dazu zählen Viehzucht und Gemüseanbau, aber auch Schneiderhandwerke, Korbflechtereien und kleine Geschäfte, in denen sie vor Ort Alltagswaren anbieten. Sie bilden sich fort mit Blick auf die landwirtschaftliche Anpassung an den Klimawandel, der sich auf ihre Lebensgrundlage auswirkt. Die Frauen und ihre Familien lernen in Trainings, wie sie ihren Haushalt und ihre Verdienstmöglichkeiten widerstandsfähig aufstellen und im Wandel bestehen. Damit sind sie weit über die Region hinaus Vorbilder emissionsarmen lokalen Wirtschaftens.

Die Region umweltbewusst und nachhaltig entwickeln
Solidarität ist ein Grundprinzip von "Ein Leben lang genug Reis". Frauen schließen sich zusammen, unterstützen sich gegenseitig und überwinden so Armut und Hunger dauerhaft. Aber ihre Position innerhalb der Gesellschaft bleibt weiter prekär, solange sie nicht auch erfolgreich für ihre Rechte streiten und von der Mehrheitsgesellschaft und insbesondere staatlichen Behörden als das anerkannt werden, was sie sind: engagierte Vertreterinnen der Zivilgesellschaft, die ihre Region umweltbewusst und nachhaltig entwickeln.
Entsprechend werden die Teilnehmerinnen durch das Projekt auch im Rahmen von Trainings unterstützt. Sie lernen dort, wie sie ihre Gruppen organisieren, Aktionen planen und gegenüber staatlichen Behörden und Dienstleistern auftreten. Sie bereiten sich darauf vor, im Dialog mit zuständigen Beamten Herausforderungen anzusprechen, Vorschläge zu machen und Lösungen einzufordern. Denn als Betroffene sind sie selbst wichtigste Impulsgeberinnen, um das Umfeld resilienter zu gestalten und Risiken durch den Klimawandel zu minimieren. Das wird auch von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen: Mit Aktionstagen und anderen öffentlichen Veranstaltungen zu den Auswirkungen des Klimawandels laden sie die Bevölkerung ein, selbst mehr zu lernen und sich im gemeinsamen Kampf gegen die Klimakrise zu beteiligen.
Frauen und Macherinnen
Wo ganze Gruppen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation (Armut) oder ihrer Zugehörigkeit (Minderheiten) an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden, sind Frauen in einer männerdominierten Gesellschaft doppelt benachteiligt. Dabei sind ihre Stimmen umso wichtiger. Denn sie sind vor Ort, sie spüren die Folgen des Klimawandels und von weltweiten politischen Entscheidungen. Deshalb sind Frauen die Hauptakteurinnen im Projekt. Ihre Rechte und ihre Entscheidungsfähigkeit werden gestärkt. Durch ihre Dorfgruppenvertretungen werden sie Teil politischer Entscheidungen. Ihre Forderungen in Bezug auf Klimaanpassung und Klimagerechtigkeit werden gehört und finden Berücksichtigung.

Unsere Prinzipien
Partnerschaft
Lokale Partner von NETZ unterstützen die Projektteilnehmerinnen und deren Familien bei der individuellen Existenzsicherung.
Partizipation
Die Projektteilnehmerinnen bringen sich ein und gestalten die gerechte Transformation im Angesicht des Klimawandels mit.
Empowerment
Indem die von den Folgen des Klimawandels Betroffenen selbst bei der Anpassung und Vorkehrung wie dem Katastrophenschutz beteiligt sind, gestalten sie ihre Zukunft aktiv mit.
Ihre Spende kommt an.
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