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Jamuna Rani Frauengruppe

Klima-Expert*innen aus Erfahrung - Besuch aus Bangladesch

Südbangladesch ist ein Klima-Hotspot. Arme Menschen sind von der Krise besonders stark betroffen, viele müssen wegziehen. Doch viele, oft sind es Frauen, bleiben und nehmen den Kampf auf. Sie haben gelernt, wie eine Zukunft in der Klimakrise möglich ist. 

Drei von ihnen werden im Juni in Deutschland sein. Sie arbeiten in den Dörfern Bangladeschs dafür, dass die Anpassung in der Klimakrise gelingt. Dafür ganz wichtig: Dass die Menschen und ihr Wissen einbezogen werden, die sonst oft ausgeschlossen werden.

Im Juni habt ihr die Gelegenheit, in einen direkten Austausch zu gehen und von den Erfahrungen zu hören und zu lernen. Bei vielen Veranstaltungen an verschiedenen Orten Deutschlands und zum Beispiel bei der Bangladeschtagung und NETZ-Mitgliederversammlung vom 12.-14. Juni in Wetzlar.

Wir begrüßen herzlich..

Jamuna Rani ist Kassenwärtin einer Fraueninitiative in Satkhira, am Rande der Mangrovenwälder Bangladeschs. Ihr Leben ist geprägt von den Widrigkeiten der Region – Versalzung, Stürmen und Ausbeutung von Tagelöhner*innen. Doch sie zeigt mit den ökologischen Ansätzen ihres Gemüse- und Medizingartens, mit der Organisation von Einsatz für bessere Löhne und der Erreichung von Sozialleistungen für Benachteiligte Wege auf, wie selbst hier ein würdevolles Leben möglich ist. Rani wird für ihre klaren Worte, ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen und Benachteiligte sowie ihr Wissen um klimaresiliente Landwirtschaft allgemein geschätzt und wurde 2024 mit einem Preis der Distriktregierung dafür ausgezeichnet. 

Jamuna Rani

Für Tagelöhnerinnen

Wir Frauen arbeiten genauso hart wie die Männer - warum soll unser Lohn geringer sein?

Jamuna Rani, Tia Dorfgruppe
Jamuna Rani

Asmaul Husna wohnt auf der Flussinsel Gabura in der Gangesmündung - einem der von der Klimakrise am direktesten betroffenen Orte der Welt. Aus ihrer eigenen Biographie weiß sie zudem, wie ungleich die Last zwischen Männern und Frauen aufgeteilt ist. Die alleinerziehende Mutter kämpft dennoch – oder gerade deswegen – unerschrocken zusammen mit 23 anderen Frauen für ihre Grundrechte und ein lebenswertes Leben für ihre Kinder. Sie selbst hat eine Fortbildung als Tierpflegerin gemacht und sorgt dafür, dass benachteiligte Familien auf der Insel gesunde Tiere halten können, die ihre Ernährung wesentlich verbessern. 

Asmaul Husna

Wir Frauen können das ändern

Wir wohnen auf einer Insel, auf der wegen Versalzung kein Gemüse mehr wächst. Alles müssen wir mit dem Boot vom Festland holen. Wenn die Männer weggehen müssen, übernehmen wir Frauen das Ruder.

Asmaul Husna, Leiterin Kolagachia Frauengruppe, Satkhira
Asmaul Husna

Sukanta Sen ist Kenner von Agrarökologie, Ernährungssouveränität und Klimagerechtigkeit in Bangladesch und leitet die NETZ-Partnerorganisation BARCIK. Sukanta betont stets den Wert des lokalen und indigenen Wissens und ist überzeugt, dass das Wissen der Gemeinschaft im Mittelpunkt nachhaltiger Lösungen stehen muss. Er kombiniert dies mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Arbeit, um wirkungsvolle Veränderungen voranzutreiben. Lokale Erfahrungen verknüpft er mit einem breiteren politischen Diskurs. U.a. fungiert Sen als Herausgeber des bengalischen Monatsbulletins Unsere Umwelt und der Jahreszeitschriften Basisinitiativen und Grassroots Voice, die die Perspektiven der Basis zu Ökologie und Gerechtigkeit verstärken.

Klimagerechtigkeit basiert auf ökologischer Landwirtschaft

Wichtig ist, dass die Menschen vor Ort selbst ihr Wissen einbringen und den Prozess steuern können.

Sukanta Sen, Bangladesh Indigenous Knowledge Ressource Center (BARCIK)
Ich habe eine Idee für eine Veranstaltung

Wir haben schon viel geplant, aber vielleicht können wir auch Dich und Deine Gruppe besuchen. Sprich uns sehr gerne an.

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Gwendolyn Bömeke

Hallo, ich bin Gwendolyn Bömeke. Haben Sie Fragen
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Ich helfe Ihnen gerne weiter.

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