
Runder Tisch zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen
Am 29. Oktober fand ein von NETZ organisierter Runder Tisch zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Dhaka statt. Mit dabei waren Aktive für Menschenrechte, Schüler*innen und Lehrer*innen sowie Vertreter*innen der Regierung, Beamte und Beamtinnen aus der Strafverfolgung sowie Mitarbeitende nationaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen. Alle riefen zu verstärkten und koordinierten Anstrengungen von Regierungsbehörden, der Zivilgesellschaft und Entwicklungsorganisationen auf, um den alarmierenden Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt in Bangladesch zu bekämpfen.
Während der Veranstaltung stellte NETZ die Ergebnisse einer kleinen Studie vor, die im Rahmen des Projekts Teilhabe stärken durchgeführt wurde.
Laut der Studie, die in 72 Gemeinden in sechs Distrikten durchgeführt wurde, wurden im vergangenen Jahr 215 Fälle von Kinderheirat und 48 Fälle von Gewalt gegen Mädchen registriert. Alarmierend ist, dass neun der 13 gemeldeten Vergewaltigungsfälle Kinder unter 11 Jahren betrafen, während alle 14 Fälle von körperlicher Folter gegen verheiratete jugendliche Mädchen gerichtet waren.
Bei der Vorstellung der Ergebnisse erklärte Afsana Binte Amin, Programmmanagerin bei NETZ, dass der Bericht eine zutiefst beunruhigende Situation offenbart, in der Opfer und ihre Familien anhaltenden Bedrohungen, sozialer Stigmatisierung und langfristigen psychischen Traumata ausgesetzt sind. Sie wies darauf hin, dass auch lokale Aktivisten, zivilgesellschaftliche Gruppen und NGO-Mitarbeiter Druck und Einschüchterungen ausgesetzt sind, wenn sie sich für Gerechtigkeit einsetzen.
Dr. Meghna Guhathakurta betonte, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf tief verwurzelten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten beruht. „Es handelt sich nicht um ein individuelles Problem, sondern um ein strukturelles“, sagte sie. „Um diese Gewalt zu beenden, müssen alle Akteur*innen die zugrunde liegenden Ursachen angehen und gleichzeitig die positiven Werte und Stärken, die bereits in unserer Gesellschaft vorhanden sind, verstärken.“
Die Tageszeitung The Daily Star berichtet unter https://www.thedailystar.net/b...


