
Nabil geht wieder zur Schule
Manchmal braucht es mehr als einen Platz im Klassenzimmer, damit Bildung gelingt. Das zeigt die Geschichte von Nabil aus dem Distrikt Kurigram.
Nabil wurde mit einer Gehbeeinträchtigung geboren. Heute ist er sieben Jahre alt, doch schon einen Monat nach seiner Einschulung blieb er dem Unterricht fern. Es gab keine barrierefreien Wege und seine Eltern sorgten sich, dass Bildung für Kinder mit Behinderung kaum Chancen bietet. Doch die Bildungssozialarbeiterin der Schule gab nicht auf. Sie besuchte die Familie, sprach über die Bedeutung von Bildung und erzählte von anderen Kindern, die trotz Behinderung ihren Weg gehen. Schritt für Schritt wuchs das Vertrauen.
Im August 2025 kehrte Nabil zurück in die Schule. Heute lernt er wieder, spielt mit Freund*innen und sagt: „Ich bin sehr glücklich darüber, wieder zur Schule gehen zu können. Eines Tages möchte ich Lehrer werden.“
Noch begleitet ihn seine Mutter jeden Morgen, bald soll ein Rollstuhl den Weg und seinen Schulalltag erleichtern. Die Freude über Nabils Rückkehr ist groß – nicht nur bei seiner Familie, sondern auch in der gesamten Schulgemeinschaft. Sie alle haben durch die Maßnahmen im Rahmen des Projekts Schule - aber sicher gelernt, dass kein Kind aufgrund einer Behinderung oder sozialer Benachteiligung vom Unterricht ausgeschlossen werden muss. Und dass die Schulgemeinschaft gemeinsam daran arbeiten kann, dass jedes Kind die gleichen Chancen auf Bildung erhält.



