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Laboni Akhter im NETZ-Projekt Ein Leben lang genug Reis

Ein Leben Lang genug Reis: Das haben wir 2024 erreicht

In NETZ-Projekten arbeiten Frauen gemeinsam an ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Dorfgruppen sind die Basis dafür, aus extremer Armut ein Leben in Würde zu schaffen.

Die Felder sind im Spätsommer leuchtend gelb und reichen bis zum Horizont. Senf, eine alte Kulturpflanze, die jeder kennt, wird hier im Norden Bangladeschs angebaut – und für Sita Tudu, Minoti Rani und Laboni Akhter hat sie das Leben verändert. Drei Frauen, drei Erfolgsgeschichten, die beispielhaft für mehr als 22.000 stehen, die der NETZ-Projektschwerpunkt „Ein Leben lang genug Reis“ 2024 geschrieben hat. Das Prinzip: Frauen schließen sich zu Dorfgruppen zusammen, um eine starke gemeinsame Basis zu haben und sich unterstützen zu können. Sie erhalten Landwirtschaftstrainings, verbessern mit Hühner- und Entenzucht sowie Obst- und Gemüsegärten schnell ihre Ernährung. Und sie planen, wie sie dauerhaft Einkommen erwirtschaften – mit Viehzucht, einem kleinen Geschäft oder, wie in diesem Fall, mit dem Senfanbau.

Die drei schon als Jugendliche verheirateten Frauen lebten früher in extremer Armut. Sie waren landwirtschaftliche Tagelöhnerinnen ohne eigenen Besitz. Ihre Existenz war geprägt von Abhängigkeit – von Ehemännern und arbeitgebenden Großgrundbesitzern. Es ging ums (Über-)Leben von einem Tag zum nächsten. Als Projektteilnehmerinnen und zusammen mit ihrer jeweiligen Dorfgruppe änderte sich das: Laboni Akhter (26, zweifache Mutter) aus Mofizpara begann mit einem Training in klimaresilienter Landwirtschaft und einer Kuh als Startkapital. Mit den Gewinnen hat sie ein Stück Land gepachtet, baut darauf Erdnüsse und Senf an. 40 Kilogramm verkaufte sie im vergangenen Jahr, nutzt das daraus gewonnene Öl selbst zum Kochen und gibt Menschen in ihrem Umfeld Tipps aus ihrer Anbauerfahrung. „Ich bin stolz, meine Familie versorgen zu können und danke meiner Dorfgruppe, die mir ein unabhängiges Leben ermöglicht hat.“ Auch Sita Tudu, eine Indigene aus Baipur, hat von ihrer Dorfgruppe gelernt: Senf braucht als resistente Pflanze wenig Wasser und gedeiht gut. Für knapp 30.000 Taka (250 Euro) kann sie ihre Ernte aus dem vergangenen Jahr verkaufen. Mit so viel rechnet auch die vierfache Mutter Minoti Rani aus Jianapara. Mit der Senfzucht den Lebensunterhalt bestreiten zu können, und das alles dank des Zusammenhalts ihrer Dorfgruppe, hätte sie sich nie vorstellen können: „Mein Traum hat sich erfüllt“.

Was wir 2025 vorhaben

Viele Projektteilnehmerinnen und ihre Familien haben nach dem Start im Projektbereich „Ein Leben lang genug Reis“ dauerhaft Hunger und Armut überwunden. NETZ arbeitet daran, dass diese Erfolge dauerhaft gesichert werden. Neben der Aufbauarbeit in bestehenden Dorfgruppen zählt daher der enge Kontakt zu bereits etablierten und unabhängig agierenden Gruppen zu den wichtigen Aufgaben.

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Purnima Rani im NETZ-Projekt Ein Leben lang genug Reis

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das Startkapital, um sich dauerhaft ein klimaresistentes Einkommen zu erwirtschaften.