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Jubiläumsfeier am Michael-Ende-Gymnasium 25 Jahre gelebte Freundschaft

MEG 25 Jubiläum

Am 19. Mai 2025 feierte das Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst 25 Jahre engagierte Partnerschaft mit NETZ – eine Verbindung, die von Beginn an auf dem Gedanken der globalen Solidarität und des gegenseitigen Lernens basierte.

Mit vielen Aktionen über das Jahr hinweg und regelmäßigen Bildungsveranstaltungen in den Klassen, ist die Partnerschaft tief im Alltag der Schule verankert. Seit dem Jahr 2000 hat die Schulgemeinschaft beinahe eine halbe Millionen Euro an Spenden gesammelt und damit unter anderem den Aufbau und die Begleitung von 13 Grundschulen in Bangladesch, Alphabetisierungskurse für Jugendliche, die Förderung von 1.038 Familien im Schwerpunkt „Ein Leben lang genug Reis“ und den Einsatz von 3.888 Menschenrechtsverteidiger*innen ermöglicht. Im Rahmen der Schulpartnerschaft „Classroom Global“ unterstützt die Schule aktuell die Jahanara Imam Anandalok Schule in Nordbangladesch.

Die Schulleiterin Nicole de Bruyn eröffnete die Feierlichkeiten mit einem herzlichen Dank an die aktive Bangladesch-Gruppe der Lehrkräfte sowie an alle Unterstützer*innen der vergangenen Jahrzehnte. Sie würdigte die soziale Ausrichtung der Schule als tragende Säule der Schulgemeinschaft und betonte ihre Hoffnung auf viele weitere gemeinsame Jahre.

Caner Candar, Koordinator der Bangladesch-Gruppe, hob hervor, dass nicht die Spendenergebnisse das Herz der Partnerschaft ausmachten, sondern die Werte, die dahinterstehen: Freundschaft, soziales Miteinander und ein lebendiger Austausch. Bildung sei erst dann vollständig, wenn sie sozial verankert sei. Besonders dankte er den Schüler*innen für ihr langjähriges Engagement.

Auch Max Stille, Geschäftsführer von NETZ, und Shahidul Islam, Direktor des NETZ-Büros in Dhaka, gratulierten der Schulgemeinschaft und wurden mit großem Applaus empfangen. In seiner Ansprache betonte Max Stille die Wirkung des langjährigen Engagements: „Die beeindruckenden Zahlen stehen für Lebenswege, die durch euer Handeln verändert wurden – von Mädchen, die der Kinderheirat entgehen konnten, bis hin zu Frauen, die heute aktiv Menschenrechte verteidigen.“

Besonders berührend war der Rückblick auf die Besuche aus Bangladesch. Lipi Akhter, die 2017 als Schülerin einer Anandalok Schule am MEG zu Gast war, konnte entgegen hoher Hürden ihren Bildungsweg fortsetzen und ist heute Krankenschwester. Ronita Bala, Besucherin im Jahr 2019, kämpft weiter aktiv gegen Kinderehen und setzt sich für Frauenrechte in ihrem Dorf ein – und erhielt dafür im vergangenen Jahr einen renommierten Frauenrechtspreis in Bangladesch.

Eine Überraschung hatte Shahidul Islam im Gepäck: Eine Video-Botschaft der Partnerschule in Bangladesch mit Szenen aus dem Unterricht und einer Tanzvorstellung. Zwei große Plakate aus der Partnerschule brachten neben bunten Handabdrücken Fragen der Kinder aus Bangladesch an die deutschen Schüler*innen mit. EInige von ihnen wurden unter großem Jubel auch gleich spontan beantwortet.

Das bunte Bühnenprogramm wurde begleitet vom Chor „neverending voices“, der mit „We are the world“ ein klares Zeichen für globale Verantwortung setzte. Ein bengalischer Tanz und eine vorgelesene Kurzgeschichte über eine deutsch-bangladeschische Freundschaft rundeten das kulturelle Programm ab.

Abschließend konnten die Schulgemeinschaft und die Gäste bei Brötchen, Kuchen und Erdbeeren verschiedene Thementische besuchen: von geografischen und politischen Hintergründen bis hin zu kreativen Grüßen an die Partnerschule. In allen Fächern haben Schüler*innen Bezüge zu Bangladesch herstellen können und disktuierten bengalische Zahlen bis kulturelle Vorannahmen.

Ein Fest voller Freude, Dankbarkeit und Zuversicht – getragen von einer gelebten Freundschaft über Kontinente hinweg.

Die Rheinische Post berichtet über das Jubiläum hier.

Und so erzählt das MEG selbst von der Veranstaltung: MEG-Online

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