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Politischer Dialog und Vernetzung: Das haben wir 2024 erreicht

Nach dem Sturz der autokratischen Awami-Liga-Regierung (AL) im August 2024 – ausgelöst durch gewaltsames Vorgehen gegen Studierendenproteste, das laut den Vereinten Nationen 1.400 Todesopfer forderte – befindet sich Bangladesch in einer Phase politischer Instabilität und des Übergangs. Zwar hat die Übergangsregierung unter Leitung des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus Reformkommissionen eingesetzt und sich zu einem demokratischen Wandel bekannt, doch die Lage bleibt angespannt.

Unterschiedliche politische Parteien, deren studentische Organisationen, das Militär sowie religiöse Bewegungen versuchen vehement, ihren Einfluss auf die Interimsregierung geltend zu machen und ihre Vorstellungen einer politischen und gesellschaftlichen Neuordnung durchzusetzen. Inmitten dieser unklaren Machtverhältnisse werden kritische Stimmen der Zivilgesellschaft weiter marginalisiert. Insbesondere die Repräsentation von Frauen und Minderheiten steht in Frage. Das Bangladesch-Forum hat auch nach dem Umsturz solche Stimmen international eingebracht.

Wie wichtig dies ist, zeigen auch Berichte der Reformkommissionen, die etwa zeigen, dass die vorherige Regierung über Jahre hinweg sozioökonomische Daten manipulierte. Leider hatte die internationale Gemeinschaft diese Darstellungen der Regierung trotz zivilgesellschaftlicher Warnungen oft ungeprüft übernommen. Einmal mehr zeigt sich: Verlässliche zivilgesellschaftliche Stimmen sind unerlässlich für Armutsbekämpfung, die Wahrung der Menschenrechte und eine nachhaltige Entwicklung. Dazu gehört auch eine angemessene Beteiligung und finanzielle Ausstattung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen. Im Jahr 2024 hat sich das Bangladesch-Forum daher gemeinsam mit zahlreichen deutschen Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen entschieden gegen die geplanten Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit im Bundeshaushalt 2025 gewendet und sich für mehr Unterstützung der wichtigen Arbeit vor Ort eingesetzt.

Seit dem Umsturz kommt es in Bangladesch zudem zu Vergeltungsakten: Denunziationen und Fälle von Selbstjustiz nehmen zu. Um dieser Gewalt entgegenzuwirken, unterstützt das Bangladesch-Forum die Idee eines umfassenden gesellschaftlichen Heilungsprozesses. Dazu gehören Wahrheitskommissionen, Entschädigungen, eine aktive Erinnerungskultur sowie tiefgreifende Reformen, die rechtliche Maßnahmen zur Verantwortung der Täter*innen ergänzen.

Das Bangladesch-Forum

Das Bangladesch-Forum besteht aus kirchlichen Hilfswerken, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftler*innen und in Deutschland lebenden Bangladeschis. Es unterstützt Anliegen der Zivilgesellschaft in Bangladesch. NETZ ist geschäftsführendes Mitglied des Forums.

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