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Weihnachten in Würde
Ein Spendenaufruf von Max Stille

Wie viele Stunden am Tag beschäftigt Ihr Euch mit Wasser? Wo bekommt Ihr es her? Welches Wasser trinkt Ihr, mit welchem kocht Ihr und welches nutzt Ihr zum Waschen? Dass Debashri Bagchi mir diese Fragen stellt, ist nur allzu berechtigt – haben wir uns doch gerade eine halbe Stunde lang darüber unterhalten, wie der Kampf um Wasser ihr Leben prägt.

Seit sie vor zwölf Jahren zu ihrem Ehemann in die von Versalzung schwer betroffene Küstenregion Bangladeschs zog, bestimmt die Sorge um Wasser Debashris Leben. Debashri beschreibt mir, wie sie täglich mehrere Stunden mit wenigen Behältern vier verschiedene Arten Wasser holt und verwaltet: Gießwasser, Waschwasser, Kochwasser und Trinkwasser:

Debashri WM25

„Es gefiel mir schon gleich nach der Heirat nicht, hier zu sein,“ sagt sie lachend. „Denn das Wasser war so schlecht!”

„Wasser zum Kochen und Trinken muss ich von weit herholen. Jeden Nachmittag schwinge ich mir den Behälter auf die Hüfte und schleppe es her. Wenn ich es nicht schaffe, müssen wir das salzige Wasser aus der Pumpe trinken. Denn man hat ja Durst und muss trinken.“

Debashri an der Pumpe
Debashri Bagchi gießt

Das Pumpenwasser reicht gerade so für den Gemüsegarten, der eigentlich nur zur Regensaison gedeiht.

Das Kochwasser muss Debashri im einzigen Eimer, den sie besitzt, aufbewahren.

Mir wird einmal mehr klar, wie sorglos ich doch lebe mit verlässlich sauberem Wasser aus dem Wasserhahn. Und wieso die Frauen in der Dorfgruppe von Debashri immer wieder betonen:

„Wir müssen das Wasserproblem dringend angehen!“

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Grafik Wassertank

In den letzten Monaten sind wir der Lösung des drängenden Problems einen wichtigen Schritt näher gekommen: Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen haben wir begonnen 1.944 Wassertanks aufzustellen. Für die Familien, die unter der Situation am stärksten leiden – unter ihnen auch Debashri.

Begeistert zeigt Debrashi Bagchi mir die nagelneue Konstruktion in ihrem Innenhof: Über das Dach und die Regenrinnen fließt das Regenwasser durch einen Filter direkt in den Tank. Hier bleibt es vor Verschmutzung und Verdunstung geschützt. Es ist sauber genug zum Kochen und Trinken.

Debashri am Wassertank

Debashri kann es kaum erwarten und beugt sich zum Hahn des Tanks herunter. „Die Handwerker haben das wirklich gut gemacht,“ sagt sie stolz. „Und wir haben geholfen, den Zement für den Sockel anfangs feucht zu halten, da er so noch härter wird. Solange es hin und wieder regnet, werden wir jetzt Trinkwasser haben! In der Trockenzeit wird es drei Monate reichen“, so Debashri strahlend.

Ich bin sehr froh, dass Debashri nun Trinkwasser hat und an Weihnachten in Würde leben kann.

Weil alle Menschen sauberes Trinkwasser verdienen: Bitte machen Sie mit!

Max auf Projektbesuch 2025

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