Katastrophen und Hilfe: Rückblick 2022
Der Klimawandel trifft Bangladesch mit voller Härte. Seine fatalen Folgen können – langsam und stetig, aber auch ganz plötzlich – die Existenzgrundlage ganzer Dörfer zerstören. In Zeiten großer Not unterstützt NETZ vor Ort.
Überschwemmungen fluten Häuser und Vorräte schwimmen fort. Wirbelstürme zerstören Felder, Hagelschauer bedrohen Häuser und die Anwohner*innen wissen nicht, wo sie die nächste Nacht verbringen sollen. Die Folgen des Klimawandels sind heftig und drohen immer wieder, Menschen in die Armut zu reißen. In solchen Situationen muss es schnell gehen. NETZ unterstützt Menschen in den Projektgebieten im Katastrophenfall mit Nothilfe in Form von Lebensmittelpaketen, Hygieneprodukten und Medikamenten. Schon im Voraus werden Katastrophenhelfer*innen koordiniert und Vorsorgemaßnahmen angeleitet – sodass es gar nicht erst zum Schlimmsten kommt.
2022 haben sich in den nördlichen Regionen Kurigram und Gaibandha erneut schwere Hochwasser ereignet. Die NETZ-Partnerorganisation MJSKS sprach von 300.000 Betroffenen in der Flussregion Kurigram. Die Partnerorganisationen waren im Rahmen der Projektarbeit vor Ort, standen den Betroffenen zur Seite und haben die Situation beobachtet. Eine großangelegte Nothilfeaktion war, wie das gesamte Berichtsjahr über, aufgrund des starken lokalen Selbsthilfe-Netzwerks nicht erforderlich.