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Schülerin der Teghora Dorfschule in Dinajpur

Jedes Kind braucht Bildung: Das haben wir 2022 erreicht

2022 durften Bangladeschs Bildungseinrichtungen wieder dauerhaft öffnen. Und nach den Schließungen wegen der Corona-Pandemie zuvor gab es für die Schüler*innen viel aufzuholen. NETZ unterstützt die Kinder dabei und fördert an seinen Projekt-Schulen gezielt die am meisten benachteiligten.

Neben durch die Pandemie verpassten Lerninhalten zählen Bildungsexpert*innen die Verheiratung junger Mädchen, Kinderarbeit und schlecht geschulte Lehrer*innen an staatlichen Schulen zu den größten Herausforderungen im Bildungsbereich des Landes. Genau hier setzt der NETZ-Arbeitsbereich „Grundbildung“ an: Die Projekt-Schulen in abgelegenen ländlichen Gegenden bieten Mädchen und Jungen regulären Unterricht, wo es sonst keinen gäbe. Und sie sind ein Anlaufpunkt und geschützter Raum bei Problemen in der Familie. Sozialarbeiter*innen suchen das Gespräch mit Eltern, um den Wert der Bildung für ihre Kinder zu betonen. Sie geben Tipps und Unterstützung, damit die Mädchen und Jungen nicht verheiratet oder zur Hausarbeit herangezogen werden, sondern in der Schule lernen und sich unbelastet entwickeln können. Engagierte Lehrer*innen begleiten die Kinder auf ihrem Weg zum Schulabschluss und in eine bessere Zukunft.

Der Grundstein für die Zukunft

Priya Rani ist elf Jahre alt und geht in die fünfte Klasse der Dorfschule in Teghora – gemeinsam mit ihrem Klassenkamerad Kumar Roy. Sie besuchen den Unterricht hier, seit die Schule vor drei Jahren eingerichtet wurde. Zuvor waren beide weder in einem Kindergarten noch einer Grundschule, denn beides gab es nicht in der Umgebung. „Nun kann ich jeden Tag zusammen mit meinen Freunden zur Schule gehen“, freut sich Priya.

Hier lernen sie Bengalisch, Englisch, Sozial- und Heimatkunde sowie Mathematik. Und sie machen sich kindgerecht mit Naturwissenschaften vertraut. An den Dorfschulen verfolgen die Klassen, unterteilt in individuelle Lerngruppen mit je sechs bis sieben Kindern, zusammen den Unterricht. Priya und Kumar leiten ihre Gruppen und sagen: „Unsere Lehrerin ist sehr engagiert und geht auf alle Schüler*innen ein“. Neben den regulären Fächern lernen sie auch Tanzen, Singen und Zeichnen. Priyas Lieblingsfach ist Naturkunde. „Weil ich immer Neues lerne“, sagt sie. Sie möchte einen höheren Schulabschluss machen und später Medizin studieren. Ähnlich geht es Kumar. Der Grundschüler möchte einmal als Anwalt arbeiten – deshalb interessiert er sich besonders für das Fach Sozialkunde. Dort lernt er über die Umgebung seines Dorfes, über sein Land und die Welt: „Wenn ich erwachsen bin, möchte ich allen Menschen in Teghora helfen.“

NETZ fördert drei Schultypen

1. Modellschulen für Lernen mit Freude: Anandalok Schulen gehen von der Vorschule bis zur fünften Klasse und bieten Unterricht für 180 Kinder. Die Dorfgemeinschaften übernehmen Verantwortung für die Schulen.

2. Schulen, wo ein staatliches Angebot fehlt: Dorfschulen bieten in besonders strukturschwachen Gebieten Chancen für jeweils 30 Mädchen und Jungen.

3. In die Breite wirken: An staatlichen Grundschulen mit integrierten Vorschulen verbessert NETZ die Qualität. Sozialarbeiter*innen unterstützen gezielt die die Förderung und Unterrichtsteilnahme von Kindern aus benachteiligten Familien.

Was wir 2022 vorhaben

Wir möchten mehr als 48.000 Kindern an insgesamt 395 Schulen inklusive Schulbildung ermöglichen – rund 8.220 Kinder werden im Zuge dessen neu eingeschult.

NETZ setzt sich weiter an allen Schulen dafür ein, dass Schüler*innen Lerndefizite aufgrund der langen coronabedingten Schulschließungen nachhaltig aufholen können.


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