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Jedes Kind braucht Bildung: Das haben wir 2021 geschafft

Der 12. September 2021 war ein Tag der Freude für Kinder in Bangladesch: Nach 18 Monaten Corona-bedingtem Lockdown durften die Schulen wieder öffnen. Doch neben der Freude schwang auch große Sorge mit.

Denn die lange Schließung hat den Bildungsbereich schwer getroffen. Vor allem hat sie Kinder aus Familien in Armut weiter benachteiligt: Weil sie weder über TV noch Inter­net verfügen, konnten sie nicht am digitalen Fernunter­richt teilnehmen, den die Regierung Bangladeschs als Überbrückung angeordnet hat. Darüber hinaus mussten sie zuhause mitarbeiten, um die Familie über Wasser zu halten. Viele Mädchen und Jungen wurden weit vor dem 18. Geburtstag verheiratet. Die Pandemie hat verdeutlicht, dass es in Sachen Bildung nicht nur Schulen braucht, son­dern engagierte Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen, die die Kinder gezielt fördern.

Bonna Akhter weiß, wie sich ein Leben ohne Schule anfühlt. Ihre Eltern arbeiten als Tagelöhner. Sie selbst kümmert sich um den Haushalt, kocht. „Ich möchte zur Schule gehen“, sagt sie. Aber in ihrem Dorf Shonakhuli, das in einer abgele­genen Flussgegend liegt, gibt es keine staatliche Bildungsin­stitution. Hier setzt NETZ an, um dem Recht auf Bildung für alle Kinder gerecht zu werden – insbesondere mit Dorfschu­len, die in diesen Regionen eigens eingerichtet wurden. Neben den anderen von NETZ geförderten Schultypen bieten Dorf­schulen Bildung in der Breite. Sie sind flexibel und nehmen auch Kinder unterschiedlichen Alters auf. So können auch Schulabbrecher*innen zurück in die Schule gebracht werden. Die Lehrkräfte pflegen engen Austausch mit den Eltern, um die Mädchen und Jungen gezielt zu fördern.

NETZ evaluiert regelmäßig, in welchen Regionen dringend eine Schule benötigt wird. Die Siedlung, in der die neunjäh­rige Bonna wohnt, ist ein Beispiel. Der Arzt im Dorf sagt: „Die Kinder sind in dieser Grenzregion zu Indien in einer sehr schwierigen Situation. Jedes Jahr wird die Gegend über­schwemmt. Die Eltern arbeiten oft auswärts, und die Kinder müssen viel zu Hause tun.“ Wenn es eine Schule gäbe, wür­den alle sehr profitieren, erklärt der Arzt. „Da die Kinder die Zukunft sind.“

Ein Hauptziel der NETZ-Projekte ist hochwertige Bildung. Mittel dafür sind neben der Schulsozialarbeit die Aus- und Fortbildung von Lehrer*innen und eine kindgerechte Aus­stattung der Schulen. Um die Bildung zu stärken, wurde der Unterricht an den von NETZ geförderten Dorf- und Anan­dalok Schulen während der Corona-Lockdowns vor Ort im Rahmen der Möglichkeiten aufrechterhalten: Schüler*innen wurden in kleinen Gruppen im Freien unterrichtet, Nachbar*innen boten dafür ihre Terrassen und Höfe an.

NETZ fördert drei Schultypen

1. Modellschulen für Lernen mit Freude: Anandalok Schulen gehen von der Vorschule bis zur fünften Klasse und bieten Unterricht für 180 Kinder. Die Dorfgemein­schaften übernehmen Verantwortung für die Schulen.

2. Die Lücke schließen: Dorfschulen bieten in besonders strukturschwachen Gebieten Chancen für jeweils 30 Mäd­chen und Jungen.

3. In die Breite wirken: An staatlichen Grundschulen mit integrierten Vorschulen verbessert NETZ die Qualität. Sozialarbeiter*innen unterstützen gezielt die Förderung von Kindern aus benachteiligten Familien.


Was wir 2022 vorhaben
Mehr als 73.700 Kindern möchten wir an insgesamt 515 Schulen inklusive Schulbildung ermöglichen – rund 26.000 Kinder sollen im Zuge
dessen neu eingeschult werden. Unter anderem durch die Zusammenarbeit mit einem neuen Bildungspartner vor Ort planen wir, die Projektarbeit zu erweitern, auch auf weitere Regionen des Landes.

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Mit 65 € kann ein Kind ...

die Schule besuchen. Ein ganzes Jahr lang. Auch in Zeiten der Pandemie.