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Altstadtfest Wetzlar NETZ erinnert an die „White Band Days“ 2005 – und stellt Forderungen an die Politik heute

Am 27. September waren NETZ und der Weltladen Wetzlar beim 4. Altstadtfest der Initiative Wetzlar.solidarisch dabei. Anlässlich des Mottos „Wetzlar, erzähl deine Geschichten“ erinnerten die Aktiven an die weltweite Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“, bei der vor 20 Jahren viele Engagierte in der Goethestadt das längste weiße Band Europas erschufen.

Ehrenamtliche von NETZ und dem Weltladen sowie Zeitzeug*innen der Aktion gestalteten einen Informationsstand, an dem Besucher*innen mehr über die Aktion und die damaligen entwicklungspolitischen Forderungen erfahren konnten. Eine große Collage mit Fotos und Videos auf einem Bildschirm vermittelten Eindrücke aus dem Jahr 2005, ergänzt durch Zeitungsauschnitte und Infotafeln. Mehrere Besucherinnen erinnerten sich an die Aktion und die öffentliche Berichterstattung.

Viel Interesse zeigten Passant*innen an der Nähmaschine. Mit dieser Maschine hatte Annette Greier vom Weltladen Wetzlar vor 20 Jahren am längsten weißen Band Europas mitgenäht. Auch sie berichtete als Zeitzeugin von der Aktion. Das Ergebnis war damals ein Band aus hunderten weißen Laken, welches sich fast zwei Kilometer von der Turmspitze des Wetzlarer Doms bis zum Bahnhof erstreckte. Wie in anderen Städten war das weiße Band ein Zeichen der Solidarität im weltweiten Einsatz gegen Armut.

Doch der Auftritt beim Altstadtfest blickte nicht nur in die Vergangenheit: Auf einem weißen Laken mit dem Titel „Deine Stimme für Gerechtigkeit“ schrieben Passant*innen ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft auf. Kinder brachten in kreativen Bildern ihre Ideen mit Straßenmalkreide zum Ausdruck.

„Wir leben in Zeiten, in denen Solidarität und globale Verantwortung immer wichtiger werden. Denn auch die Bundesregierung hat bereits den Etat für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfen gekürzt und plant weitere Kürzungen. Das Weiße Band erinnert uns daran, dass wir durch gemeinsames und entschlossenes Eintreten für die Rechte aller Mitmenschen viel erreichen können“, stellte Dagmar Schwarze-Fiedler am Stand fest.

Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, mit den Aktiven ins Gespräch zu kommen und ihre Unterstützung zu zeigen. Für einen offenen Brief an die Bundesregierung kamen am Ende über 50 Unterschriften zusammen.

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