Musik und Malerei im Dialog Bewegendes Benefizkonzert für Bangladesch in Krefeld

Ein eindrucksvolles Benefizkonzert für Bangladesch bewegte am Samstagabend etwa 150 Besucherinnen und Besucher der Pax‑Christi‑Kirche Krefeld. Die Sinfonietta Krefeld unter der Leitung von Ralph Schürmanns gestaltete den musikalischen Abend mit den SolistInnen Anna Grüttner (Violine) und Philip Krull (Violine).
In den besonderen Abend führte Manfred Krüger ein, Krefelder Vorstandsmitglied von NETZ und Träger des Bundesverdienstkreuzes für seinen Einsatz für Bangladesch. NETZ, so erklärte er, setze sich gemeinsam mit den Menschen vor Ort für nachhaltige Wege aus der extremen Armut, für die Bildung aller Kinder und für Rechte von Frauen und Minderheiten ein.
Und auch das Programm schlug einen Bogen zwischen europäischer Musik und Kunst aus dem südasiatischen Land. Denn hinter dem Orchester waren Bilder des bangladeschischen Malers S M Sultan aufgebaut. Die Darstellungen der Landwirtschaft auf den Bildern – Pflügen und Säen, Ernten und Verarbeiten – traten in einen stimmungsvollen Dialog mit Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Über zwei Konzertteile und Werke von u.a. Sibelius und Strauß hinweg entfaltete sich so in den beeindruckenden Räumen der Kirche ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Bild und gesellschaftlichem Anliegen.
In Bezug auf die Kunst betonte Peter Dietzel, Gründungsmitglied von NETZ, dass der Maler Sultan in seinen berühmten Darstellungen stark muskulöser Bauern diese nicht als Opfer zeige, sondern als stolze, unverzichtbare Gestalter der Welt. Dirigent Ralph Schürmanns zeigte sich tief beeindruckt von der Atmosphäre des Abends: „Wir als Musiker haben das Interesse und die Begeisterung der Zuhörenden direkt gespürt – das hat uns beflügelt und inspiriert.“
Gleichzeitig verwies Schürmanns auf die schwierige globale Lage, in der in Bangladesch die Menschen besonders unter den Folgen internationaler Konflikte und der Klimakrise litten, die am wenigsten dafür verantwortlich sind. „Umso mehr freut es mich, dass die Sinfonietta Krefeld mit diesem Konzert die Arbeit von NETZ unterstützen kann.”
Zum Ausklang des Abends übergab NETZ dem Orchester und der Gemeinde Pax Christi noch andere Bilder mit einer zukunftsgerichteten Symbolik und einem großen Dank. Gemalt waren sie von Kindern einer von NETZ geförderten Schule in Bangladesch. Denn für solch eine Schule sind die Spenden des Abends und die Kollekte aus dem Gottesdienst am folgenden Sonntag in der Pax‑Christi‑Kirche bestimmt.






