Wahlen in Bangladesch BNP gewinnt die Wahl mit zwei Dritteln der Parlamentssitze

Die Bangladesh Nationalist Party (BNP) nach den 13. nationalen Parlamentswahlen als klar stärkste Kraft hervorgegangen. Millionen Menschen nutzten in einer oft festlichen und friedlichen Atmosphäre ihr lange verwehrtes Wahlrecht. Nach den finalen Ergebnissen der Wahlkommission sowie den eigenen Auszählungen der Partei sicherten sich die BNP und ihre Verbündeten 212 der 299 Sitze, während das Bündnis um die Bangladesh Jamaat‑e‑Islami 77 Sitze gewann. Die BNP, die seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr regiert hat, bezeichnet das Ergebnis als „überwältigendes Mandat der Bevölkerung“. Auch die Bangladesh Jamaat‑e‑Islami, ehemals enger Partner der BNP, verzeichnete deutliche Zugewinne. Der BNP‑Vorsitzende Tarique Rahman wird nach 17 Jahren im Exil in Großbritannien neuer Premierminister Bangladeschs.
Hohe Beteiligung und besondere Bedeutung der Wahl
Tausende Frauen und Männer, einige mit Krücken oder im Rollstuhl, warteten geduldig vor den Wahllokalen. Sie standen in langen Reihen und nutzten die Chance, ihre Stimme abzugeben. Auffällig war die starke Präsenz vieler verschiedener Wählerinnen und Wähler, die eine breite Beteiligung über Alters- und Geschlechtergrenzen hinweg sichtbar machten.
Neben der Parlamentswahl stimmten die Menschen auch über ein Referendum zu Staats- und Verfassungsreformen ab. Erstmals in der Geschichte des Landes fanden zwei Abstimmungen parallel statt – ein entscheidender Moment nach Jahren politischer Unruhen.




