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Sabita Pahan: So funktioniert Selbsthilfe

Die heute 38-Jährige aus Belpara wuchs in einer Tagelöhner-Familie auf: „Meine Eltern arbeiteten auf den Feldern und nahmen mich mit. Meine Kindheit bestand darin, Reis zu pflanzen, Unkraut zu jäten und Getreide zu ernten“. Mit 15 Jahren wurde sie verheiratet, bekam einen Sohn und eine Tochter. „Mein Mann und ich haben immer hart gearbeitet, konnten uns trotzdem keine drei Mahlzeiten am Tag leisten“, sagt Sabita Pahan. „Unsere Nachbarn konnten uns auch nicht helfen, da alle im Dorf arm waren.“

2012 nahm Sabita Pahan am NETZ-Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ teil und wurde Mitglied der Frauenguppe im Dorf. Sie bekam durch das Programm Kühe und Schafe. Nach drei Monaten verkaufte sie erstmals Vieh und verdiente umgerechnet 370 Euro, die sie sparte, in Nahrungsmittel und neues Vieh investierte. Stetig erweiterte sie ihre kleine Landwirtschaft und begann zudem eine Geflügelzucht mit rund hundert Küken.

Nach drei Jahren baute die Kleinbäuerin ein solides Lehmhaus, hat heute einen Stromanschluss und Solarzellen. Ein großes Stück Land neben ihrem Haus kaufte die Familie und baut dort Reis an. „Wir teilen unser Wissen mit den Nachbarn und viele werden inspiriert.“ Als Vertreterin ihrer Dorfgruppe wurde sie Mitglied eines Selbsthilfe-Verbandes, in dem sieben Gruppen und insgesamt über 130 Frauen der Region vertreten sind. „Jetzt lebt hier kaum jemand mehr in Armut – unserer gemeinsamen Arbeit sei Dank“, sagt Sabita Pan.

Dieser Beitrag erschien in der Sonderausgabe 1-2020 der Bangladesch-Zeitschrift NETZ zum Projekt "Ein Leben lang genug Reis" Die Zeitschrift können Sie als PDF downloaden oder als Drucksache bei uns anfordern.

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