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Bedeutende Änderungen an Grundschulen

2022 gab es in Bangladesch Neuerungen in Bezug auf den staatlichen Rahmen für den Grundschulunterricht: Eine Grundschulabschlussprüfung am Ende der 5. Klasse war bislang eine Voraussetzung, um an einer Sekundarschule eingeschult werden zu können. Die Prüfungen dafür wurden bisher zentral durch das Bildungsministerium Bangladeschs geplant und von örtlichen Bildungsbehörden abgenommen. Im Kontext der Corona-Pandemie wurden die Prüfungen in den Jahren 2020 und 2021 zunächst ausgesetzt - und entsprechend wurden alle Kinder aus den Abschlussklassen der Grundschulen des Landes an einer Sekundarschule aufgenommen. Das soll nun so bleiben.

Auf Initiative auch von Bildungsexpert*innen und Vertreter*innen von im Bildungsbereich aktiven Nichtregierungsorganisationen bleiben die zentral organisierten Abschlussprüfungen weiter ausgesetzt und werden voraussichtlich so auch nicht mehr stattfinden. Die Lernleistungen und Entwicklungen der Schüler*innen werden stattdessen nun dezentral von den Lehrkräften der jeweiligen Schulen entlang eines vom Bildungsministerium bereitgestellten Kriterienrasters bewertet. Dies gilt als Grundlage für die Entscheidung, ob die Kinder nach dem Abschluss der 5. Klasse eine Sekundarschule besuchen können. Aus gutem Grund: Bildungsexpert*innen heben hervor, dass dieser Ansatz deutlich kindzentrierter ist, da er die individuelle Entwicklung der einzelnen Schüler*innen besser berücksichtigt. Jedes einzelne Kind steht so im Fokus und nicht mehr die Vorbereitung und das reine Bestehen von mehrtägigen formalen Prüfungen.

Darüber hinaus hat das bangladeschische Bildungsministerium weitere Neuerungen angekündigt: Ab diesem Jahr sollen die Unterrichtstage von bisher sechs auf fünf Tage pro Woche reduziert werden. Inwiefern diese Anpassung tatsächlich umgesetzt wird, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten zeigen. Zudem soll ab Mitte 2023 ein Programm starten, das allen Schüler*innen an staatlichen Grundschulen ein kostenfreies Mittagessen ermöglicht. Dies soll dazu beitragen, dass Kinder regelmäßiger zur Schule gehen und Schulabbrüche verhindert werden. Bildungsexpert*innen im Land begrüßen diese Ankündigungen und fordern, dass die dafür notwendigen Mittel bereitgestellt werden und dass es bei der Umsetzung keine Benachteiligung von entlegenen ländlichen Regionen und von Kindern aus marginalisierten Gruppen geben darf.

NETZ und seine Partnerorganisationen sind im Austausch mit den zuständigen Behörden sowie mit Vertreter*innen von nationalen Bildungsnetzwerken und anderen im Bildungsbereich tätigen Nichtregierungsorganisationen, um zeitnah notwendige Anpassungen im Arbeitsschwerunkt „Jedes Kind braucht Bildung“ vornehmen zu können. Im regelmäßigen Dialog mit den Bildungsbehörden setzen wir uns zudem dafür ein, dass die unterstützten Grundschulen zeitnah in das neue Schulspeisungsprogramm aufgenommen werden.

Eine kinderzentrierte Perspektive in Sachen Bildung steht bei NETZ seit jeher im Mittelpunkt – egal, ob es um die individuelle Unterstützung von Kindern und den Dialog mit Eltern und Familien geht oder um die Methodiken, die beim Unterricht, dem freien Spiel oder Gruppenarbeiten bereits in den von NETZ unterstützten Vorschulprogrammen und allen unterstützten Schultypen greifen.

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