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Grundsatzpapier veröffentlicht Bündnis für Klimagerechtigkeit Bangladesch fordert Wendepunkt in Klimapolitik

COP 30

Das Bündnis für Klimagerechtigkeit Bangladesch ist eine Plattform von mehr als 50 bangladeschischen und internationalen Organisationen zu denen auch NETZ gehört. Es kritisiert den langsamen und unzureichenden Fortschritt der globalen Klimapolitik der Vereinten Nationen und weist darauf hin, dass die bisherigen Prozesse keine sinnvollen nationalen Lösungen hervorbringen.

Laut Transparency International Bangladesh (TIB) ist Bangladesch von diesen Versäumnissen besonders betroffen. Von den jährlich benötigten 12,5 Milliarden US-Dollar, um die Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen, hat Bangladesch zwischen 2015 und 2023 durchschnittlich nur 86,2 Millionen US-Dollar pro Jahr aus nationalen und internationalen Quellen erhalten. Dieser Betrag entspricht nur 0,7 Prozent des Gesamtbedarfs.

Vertreter*innen des Bündnis fordern nun, dass die bevorstehende 30. UN Klima-Konferenz (COP 30), die vom 10. bis 21. November 2025 in Belém stattfinden soll, ein Wendepunkt sein müsse – um von Versprechungen zu konkreten Maßnahmen überzugehen, die Leben schützen, Ökosysteme wiederherstellen und Gerechtigkeit für die am stärksten vom Klimawandel Betroffenen gewährleisten.

Wichtigste Forderungen des Bündnis an die COP 30

  • Die „Baku-Belém-Roadmap zu 1,3 °C“ muss ein starkes politisches Signal für eine angemessene Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen senden.Öffentliche, zuschussbasierte und hochvergünstigte Finanzierungen für Entwicklungsländer müssen Vorrang haben. Die COP 30 muss eine transparente Umsetzung der finanziellen Verpflichtungen der Industrieländer gemäß Artikel 9.1 des Pariser Abkommens sicherstellen.
  • Die neuen oder überarbeiteten national festgelegten Beiträge (NDCs 3.0) müssen ambitionierte Emissionsminderungsziele enthalten, die mit dem 1,5 °C-Ziel in Einklang stehen. Die COP 30 sollte das Minderungsarbeitsprogramm stärken und den Schwerpunkt von Dialog auf Umsetzung mit klarer Umweltintegrität verlagern.
  • Die Vertragsparteien müssen einen robusten Indikatorrahmen für das globale Anpassungsziel (GGA) fertigstellen und den Anpassungsplan von Baku operationalisieren, indem sie globale Ziele mit verstärkter finanzieller, technologischer und kapazitätsbildender Unterstützung für Entwicklungsländer verknüpfen.
  • Die COP 30 sollte Verluste und Schäden als ständigen Tagesordnungspunkt festlegen und eine langfristige Finanzierung im Rahmen des neuen kollektiven quantifizierten Ziels (NCQG) sicherstellen.
  • Die Konferenz muss unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Ergebnisse der globalen Bestandsaufnahme (GST-1) in die Tat umzusetzen, insbesondere durch die Beseitigung von Lücken bei der Mobilisierung von Ressourcen.
  • Die COP 30 muss einen Aktionsplan für einen gerechten Übergang verabschieden, um Übergänge zu gewährleisten, die die Rechte benachteiligter Gruppen schützen und nachhaltig bleiben.
  • Die Konferenz muss außerdem einen verstärkten Gender-Aktionsplan mit speziellen Ressourcen und messbaren Ergebnissen verabschieden. Die Gleichstellung der Geschlechter, die Rechte indigener Völker und die Menschenrechte sollten in allen UN Klima-Prozessen, einschließlich der nationalem Beiträge (NDCs), Nationalen Anpassungsplänen (NAPs) und langfristigen Strategien für eine emissionsarme Entwicklung (LT-LEDs), berücksichtigt werden.

COP-30-Position-Paper

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