Dhaka, März 2026
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Damit Lernen nicht im Rauch erstickt

Liebe Freund*innen von NETZ,

Rauchgeruch sticht in die Nase. Ruß und Staub liegen auf Tischen und Stühlen. Ein Lastwagen donnert vorbei, während 650 Schüler*innen der Sekundarschule versuchen, sich zu konzentrieren. Eigentlich ist es ruhig im abgelegenen Mohadebpur im Westen Bangladeschs. Doch im Klassenzimmer dringt ein solcher Lärm durch das Fenster, dass man kaum sein eigenes Wort versteht – geschweige denn das des Banknachbarn oder der Lehrerin. Wie soll man so lernen können?

„Wegen des Rauchs aus der Ziegelbrennerei haben wir ständig Atemprobleme. Die Asche ist überall und unsere Augen tränen und tun weh“,

beklagt Niranjan Sarkar aus der 8. Klasse.

Auch die Lehrerin Selina Banu hat die Nase voll: „Die Brennerei schädigt unsere Kinder und die Umwelt“, sagt sie frustriert. „Wir haben schon oft mit dem Verwaltungsbeamten gesprochen, dass die Fabrik nicht bleiben darf. Er sagt, er kümmert sich darum – aber wir wissen nicht, was passiert. Bisher jedenfalls nichts.“

„Die Ziegelbrennerei ist nur etwa 90 Meter entfernt“,

erzählt Niranjan Sarkar und deutet auf den Schlot hinter dem Schulgebäude. Dabei beträgt der gesetzliche Mindestabstand einen Kilometer!

Ein neu gestartetes NETZ-Projekt eröffnet nun die Chance auf Veränderung. Die Ziegelbrennerei ist in der Region bereits ein heißes Thema. Doch die Schule allein schafft es nicht. Die Menschen vor Ort brauchen eine starke gemeinsame Stimme – ein Netzwerk aus betroffenen Schulen, Dorfgemeinschaft und Journalist*innen. Unsere Partnerorganisation DASCOH kann solch ein Netz durch Treffen, Trainings und öffentliche Veranstaltungen knüpfen und stärken.

Der Zeitpunkt dafür ist günstig: Seit den Wahlen in Bangladesch gibt es nach einer langen politischen Übergangsphase wieder einen Parlamentarier, an den sich die Menschen wenden können. So wie in Mohadebpur möchten Menschenrechtsgruppen den frischen Wind auch an anderen Orten nutzen und für Umwelt- und Menschenrechte eintreten.

Mit 42 Euro

können Schule und Dorfgemeinschaft eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung organisieren. Mit Vorträgen, Unterschriftensammlung und einem Protestzug machen sie vor Ort auf das Problem aufmerksam und gewinnen weitere Verbündete

Jetzt Spenden

Mit 100 Euro

kann unsere Partnerorganisation eine Schulung lokaler Journalist*innen durchführen, damit das Thema wirkungsvoll in der Regionalpresse auftaucht und von Politiker*innen als drängend erkannt wird.

Jetzt Spenden

Zeigt jetzt Eure Solidarität und unterstützt den Projektstart mit Eurer Spende – damit auch die Kinder von Mohadebpur endlich frei von Rauch, Lärm und Gefahr lernen können.


Impressum

NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V.
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