NETZ e.V. Jahresbericht

Jahresbericht 2015 – Aktivitäten & Finanzen 2014

NETZ kämpft für Menschenwürde und gegen Hunger in Bangladesch. Partnerschaftlich und professionell unterstützt NETZ Selbsthilfe - für Ernährung, Bildung und Menschenrechte.

Liebe Leserin, lieber Leser, 

jeder Mensch ist wertvoll. Jeder Mensch soll in Würde leben. Deshalb stärken wir Frauen und Männer in Bangladesch, die die Menschenrechte verteidigen. 

Kinder-Ehen, Gewalt gegen Frauen, brennende Häuser von Minderheiten – das akzeptieren wir nicht. In Schulungen lernen Gemeindevertreter, Frauen, Lehrkräfte, Journalisten, Geschäftsleute, was sie gegen Rechtsverletzungen in ländlichen Regionen tun können. Sie gründen Menschenrechtsräte. Sie schreiten bei Mitgift-Betrug und Landraub ein, wenn eine Frau im Dorf geschlagen wird oder ein minderjähriges Mädchen verheiratet werden soll. Sie begleiten Opfer ins Krankenhaus und sorgen dafür, dass sie kostenlose Rechtshilfe erhalten. Bei Verhandlungen der Dorfgerichte erwirken sie, dass Frauen zu Wort kommen. Nichts davon ist selbstverständlich. 

NETZ arbeitet hierfür mit zwei führenden Menschenrechtsorganisationen in Bangladesch zusammen. Insgesamt 5.000 vorwiegend ehrenamtliche Aktivistinnen und Aktivisten engagieren sich in 16 Distrikten des Landes, einem € Einzugsgebiet von 700.000 Menschen. Im Fokus stehen die Rechte der Frauen sowie von religiösen Minderheiten und der indigenen Bevölkerung.  

Laut Vereinten Nationen erfahren 87 Prozent aller Frauen in Bangladesch häusliche Gewalt. 66 Prozent aller Mädchen sind vor dem 18. Lebensjahr verheiratet – weltweit die höchste Rate an Kinder-Ehen. Minderheiten sind oftmals sozialen Diskriminierungen ausgesetzt, und auch offener Gewalt. Zirka 3,2 Millionen Einwohner des Landes sind keine Bengalen, sie gehören 45 indigenen Gruppen an. Knapp 10 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, Buddhisten, Christen und Animisten. 

Die Netzwerke, die unsere Menschenrechtsarbeit hervorbringt, sind Teil einer vitalen Zivilgesellschaft im Land. Hoffnung, Mut und Solidarität entstehen, für die Würde und Freiheit eines jeden Menschen.

150.000 Menschen haben sich bereits dauerhaft aus der Armut befreit

35.000 Kinder erhalten Grund- und Vorschulbildung

5.000 Menschenrechtsaktivisten engagieren sich im Einzugsgebiet von insgesamt 700.000 Frauen und Männern für die Wahrung der Menschenrechte

6.000 Ehrenamtliche sind in Deutschland für Bangladesch aktiv

Ich danke Ihnen allen, die zu diesen positiven Veränderungen beitragen: als Spenderinnen und Spender, als Zuschuss gebende Institutionen, als Unternehmen und Stiftungen, als Ehrenamtliche in Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen, als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im NETZ-Team.  

2014 war ein Jubiläumsjahr für NETZ: Seit 25 Jahren erfahren wir, dass Armut von Menschen gemacht ist und von uns Menschen überwunden werden kann. Die Aktivisten, Lehrerinnen und Entwicklungsarbeiter vor Ort brauchen unsere und Ihre Partnerschaft. Machen Sie bitte mit. Wir verändern. Weil wir Menschen sind.  

Peter Dietzel, Geschäftsführer 

 

Hier erfahren Sie mehr zum Projektbereich 1: Ein Leben lang genug Reis.

Download Jahresbericht 2015 (pdf)

Hier finden Sie die älteren Jahresberichte zum Download.

Neben den Kompetenten Analysen zeigt NETZ, dass Hilfe zur Slebstbestimmung möglich ist: jeden Tage eine nahrhafte Mahlzeit und gesellschaftliche Mitsprache.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat NETZ das Spenden-Siegel "Geprüft + Empfohlen" verliehen. Es steht für einen sorgsamen Umgang mit Spenden, die Sie uns anvertrauen.