Taten statt Worte

Donnerstag, 06. Juni 2019

118 zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland appellieren an die Bundesregierung, ihre Politik konsequent an den nachhaltigen Entwicklungszielen auszurichten, welche die UNO-Mitgliedsstaaten im Jahr 2015 verabschiedet haben.

Die unterzeichnenden Organisationen, zu denen auch NETZ gehört, machen deutlich, wie wenig nachhaltig der Lebensstil in Deutschland ist. Würden alle Menschen auf der Welt so leben, „hätten wir alljährlich schon Anfang Mai alle regenerierbaren, natürlichen Ressourcen verbraucht, die der Menschheit zur Verfügung stehen, und würden auf Pump leben“, heißt es in der Erklärung. Dringendes Handeln in einem beispiellosen Ausmaß sei notwendig, um die gegenwärtigen Trends zu stoppen und umzukehren. Dies beinhalte eine bessere Klimapolitik, die wirkungsvolle Überwindung von Ungleichheit und Hunger und die Gleichberechtigung der Frauen.

Die UNO-Mitgliedstaaten haben 2015 eine weltweite Agenda für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese Ziele beschreiben transparent, wie bis zum Jahr 2030 ein würdiges Leben für alle Menschen mit der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen in Einklang gebracht werden kann. Im September 2019 findet der UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York statt, auf dem der Umsetzungsstand überprüft wird. „Schon jetzt ist klar“, heißt es in der Erklärung, „dass die Ziele mit der aktuellen Umsetzungsgeschwindigkeit nicht bis zum Jahr 2030 erreicht werden.“ Nur wenn die Weichen in der deutschen Handels- und Agrarpolitik, der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik bis hin zur Klimapolitik sofort umgestellt werden, könnten die Nachhaltigkeitsziele noch erreicht werden. Es sei höchste Zeit, dass die Bundesregierung für alle Ressorts konkrete Pläne mit Meilensteinen zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aufstellt.

Zum Download: Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

 

Was ist NETZ?

NETZ ist eine Organisation der Entwicklungszusammenarbeit, die auf Bangladesch spezialisiert ist. Sie unterstützt die Selbsthilfe der Bevölkerung zur Überwindung des Hungers, für Schulbildung sowie die Durchsetzung der Menschenrechte in den Dörfern. Die Geschäftsstelle des bundesweit organisierten Vereins befindet sich in Wetzlar. Das „Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen“ hat NETZ das Spenden-Siegel verliehen. Es steht für einen sorgsamen Umgang mit Spenden. 

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