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Brücken schlagen - Bangladeschs regionale Außenbeziehungen

Brücken schlagen - Bangladeschs regionale Außenbeziehungen

2-2014 | Die Europäische Union gilt trotz berechtigter Kritik weltweit als Vorzeigebeispiel dafür, wie aus einem Flickenteppich einst verfeindeter, heterogener Nationalstaaten ein stabiles, friedliches, in vieler Hinsicht erfolgreich zusammenarbeitendes Bündnis werden konnte. Nur wenige haben der EU das zugetraut, als sie noch in den Kinderschuhen steckte.

Wie sieht es im Vergleich dazu in Südasien aus? Der Pessimismus, die Region durch ein starkes Bündnis stabilisieren zu können, ist sicherlich eine vergleichbare Ausgangssituation. Ebenso wie die kriegsbehaftete Vergangenheit von Staaten, die sich in vielem unterschieden: Sprachen, Kultur, Religion. Endet die Vergleichbarkeit an dieser Stelle schon? Oder lässt sich auch in Südasien eine positive Entwicklung beobachten? Wie steht es in der Region um die Kooperationen zwischen den Staaten?

Bestrebungen nach für alle Seiten nützlichen Bündnissen sind erkennbar: das prominenteste ist die Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation (South Asian Association for Regional Cooperation, SAARC). Einer der größten Kritikpunkte an SAARC ist, dass der Fokus zu sehr auf wirtschaftlicher Kooperation liegt. Darüber hinaus gebe es viele andere Bereiche, in denen Zusammenarbeit fruchtbar sein könnte: beispielsweise in der Armutsbekämpfung, bei der Einhaltung der Menschenrechte oder im Bildungsbereich. Gleichzeit bremsen Einzelinteressen der Staaten diese Bestrebungen oftmals aus. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Terrorprävention. Viele Experten vertreten die Meinung, dass hierfür intensivere Kooperation von Nöten sei. Gleichzeitig dient das Argument Terrorprävention in ganz Südasien als willkommenes Hilfsmittel, um die eigene politische Position zu stärken und repressiv gegen kritische Stimmen vorzugehen.

Auf den Seiten 4 bis 6 analysiert Benjamin Kühne die existierenden Bündnisse im südasiatischen Raum. Shaheen Anam erklärt im Interview mit NETZ auf den Seiten 7 bis 9 die Arbeit eines regionalen Menschenrechtsnetzwerks und das Potenzial, das effektive regionale Bündnisse für erfolgreiche Menschenrechtsarbeit haben können.

Ein weiter Beitrag widmet sich den bilateralen Beziehungen zwischen Bangladesch und seinem Nachbarn Birma, mit besonderem Fokus auf die Situation der muslimischen Minderheit der Rohingya (Seiten 10 bis 11). Zudem beleuchtet Linda Wallbott das Verhältnis Bangladeschs zu Indien, dem größten Nachbarland (Seite 12-14).

Die Einbettung Bangladeschs in den Südasien-Kontext regionaler Kooperation kann in der vorliegenden Ausgabe nicht in Gänze erfasst werden. Die behandelten Themen müssen als Ausschnitte begriffen werden.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen,

Kai Fritze, Redaktionsleiter

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