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Extreme Armut - Schicksal ohne Ausweg?

Extreme Armut - Schicksal ohne Ausweg?

3-2003 | Alle drei Sekunden stirbt ein Kind daran. Nein, nicht vom Krieg ist die Rede. Auch nicht von einer Epidemie oder Naturkatastrophe. Es handelt es sich um Armut. Weltweit haben 1,2 Milliarden Menschen weniger als einen Euro pro Tag zum Leben. Diese Armut hindert ein Fünftel der Weltbevölkerung daran, ihre vorhandenen Talente zu nutzen und ihre eige-nen Fähigkeiten zu entfalten. Eine gigantische Verschwendung. Eine Studie des Entwick-lungsprogramms der Vereinten Nationen stellt fest, dass die Menschheit zum ersten Mal in der Geschichte über das Vermögen, die Technologie und das Know-how verfügt, um die-sen Missstand zu beseitigen.

Menschen, die bisher nicht in die Schule gegangen sind und die nicht wissen, wie es sich an-fühlt, jeden Tag satt zu werden, erlangen ihre Grundrechte der Gleichheit und Menschenwür-de wieder. Ein gesundes und erfülltes Leben liegt vor ihnen. Ein Leben ohne Demütigungen und Almosen. Sie erhalten endlich eine Perspektive. Sie werden zu einem tatkräftigen und kreativen Mitglied der Gesellschaft.

Wie soll das gehen?

Nur gemeinsam werden wir der Armut Einhalt gebieten. Individueller Antrieb, Zusammenar-beit auf allen Ebenen der Gesellschaft und ernsthafte Entschlossenheit sämtlicher Regie-rungsgremien muss die Bekämpfung der Armut an die Spitze der politischen Tagesordnung setzen.

Um wen aber geht es konkret, wenn von Handeln die Rede ist? Sie, gemeinsam mit jedem Einzelnen von uns, besitzen die Fähigkeit, die extreme Armut in der Welt in den nächsten zwölf Jahren entscheidend zurückzudrängen. "Ausgerechnet ich?", werden Sie vermutlich sagen.

Genau so ist es. Beim UN-Gipfel im Jahr 2000 haben die Staats- und Regierungschefs kon-krete und zeitgebundene Ziele zur Bekämpfung von Armut, Hunger, Krankheit, Analphabe-tismus, Umweltzerstörung und Benachteiligung von Frauen verabschiedet. Einschließlich der Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015. Sie sind unter dem Namen Millennium Develop-ment Goals - zu deutsch Millenniums-Entwicklungsziele - bekannt. Um diese Ziele auch zu erreichen, ist Ihre Mitarbeit von wesentlicher Bedeutung. Es mag überraschend für Sie klingen, aber Sie und Ihre Organisation haben tatsächlich alle Möglichkeiten zu helfen. Jede und jeder kann seinen ganz persönlichen Beitrag hierzu leisten. Alle Aktionen sind wichtig und hilfreich. Es kommt nicht darauf an, ob sie groß oder klein sind, ob sie auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene durchgeführt werden, ob sie Symptome beseitigen oder an die Wurzeln von Armut herangehen. Sie entscheiden selbst, welche Aktionen ihren Fähigkeiten, Mitteln und Interessen entsprechen. Ganz gleich wo Sie leben, wer Sie sind und was Sie bereits geleistet haben, Sie können immer noch etwas mehr tun gegen die Armut.

Ihr Peter Dietzel

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