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Wem gehört das Land? - Landbesitz und Landlosigkeit in Bangladesch

Wem gehört das Land? - Landbesitz und Landlosigkeit in Bangladesch

3-2001 | Auf dem UN-Milleniumsgipfel im April dieses Jahres in New York wurde, wie auf vielen internationalen Konferenzen der letzten Jahre, zum Ziel erklärt, die Zahl der absolut Armen in dieser Welt bis zum Jahre 2015 zu halbieren. Dieses wird ohne weitreichende Änderungen der Agrarverhältnisse nicht möglich sein. Die Notwendigkeit von Agrarreformen wurde auch auf der Konferenz "Zugang zu Land" bekräftigt, die vom 19. bis zum 23. März in Bonn stattfand. Veranstalter war der "Arbeitskreis Armutsbekämpfung", in dem zwölf staatliche und nicht-staatliche Entwicklungsorganisationen zusammenarbeiten. An dieser Konferenz nahmen 125 Männer und Frauen aus zwanzig Ländern teil.

Zur bangladeschischen Delegation gehörte Khushi Kabir, die Geschäftsführerin der NGO "Nijera Kori". Wir veröffentlichen in dieser NETZ-Ausgabe ein Interview mit Khushi Kabir über die Notwendigkeit und Möglichkeit von Agrarreformen in Bangladesch und geben ein Beispiel für die Arbeit von "Nijera Kori". Und wir stellen die NGO "Samata" vor, die sich ebenfalls sehr engagiert für eine Landumverteilung in Bangladesch einsetzt. Ein Vergleich mit der Entwicklung im indischen Bundesstaat Westbengalen soll klären, ob die dort durchgeführten Landreformen auf Bangladesch übertragbar sind. Und einige Fallbeispiele von NGOs, die von NETZ unterstützt werden, sollen zeigen, welche Konflikte es in den ländlichen Gebieten gibt und wie sie gelöst werden können. Ergänzt werden diese aktuellen Berichte durch einen Beitrag des Historikers Michael Mann über die Agrarverhältnisse in Bengalen während der Kolonialzeit. Und Brigitte Jessen stellte uns einen Überblick über die Agrarkultur in Bangladesch zur Verfügung.

Warum Veränderungen in den ländlichen Gebieten Bangladeschs so schwierig sind, zeigt die Kurzgeschichte "Ausführliche Nachricht über Erde und Stein" von Hassan Azizul Haque, die Barbara DasGupta aus dem Bengalischen übertragen hat. Der Autor gilt als der bedeutendste lebende Erzähler von Kurzgeschichten in Bangladesch. Meisterhaft versteht er es, am Beispiel eines Großgrundbesitzers und seines Knechts die traditionellen Machtverhältnisse in einem bangladeschischen Dorf aufzuzeigen. Zu den Glanzlichtern der bengalischen Literatur gehören auch die Gedichte des Lyrikers Jibanananda Das. Einige von Margit Urhahn übersetzte Gedichte sollen einen Eindruck von der großen Ausdruckskraft dieses Dichters vermitteln.

Christian Weiß

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