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Zwischen Anspruch und Ausschluss - Wer hat in Bangladesch Zugang zu Ressourcen?

Zwischen Anspruch und Ausschluss - Wer hat in Bangladesch Zugang zu Ressourcen?

2-2012 | Eine gute Nachricht: Am 11. Mai 2012 hat der Welternährungsausschuss der Vereinten Nationen die „Freiwilligen Leitlinien zur verantwortungsvollen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern“ verabschiedet. Die Leitlinien benennen internationale Richtlinien, die einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen gewährleisten sollen. Sie stellen die Umsetzung des Rechts auf Nahrung und damit die Bedürfnisse der ärmsten Bevölkerungsgruppen in den Mittelpunkt von Landpolitiken. Die Leitlinien sind wichtig, da der globale Wettbewerb um den Zugang zu natürlichen Ressourcen mit immer härteren Bandagen ausgefochten wird. Bei Investitionen in Land, Wälder und Fischereiressourcen wird zunehmend weniger Rücksicht auf die Ernährungssicherheit der Ärmsten genommen.

Das deutsche Netzwerk Bangladesch-Forum, in dem NETZ Mitglied ist, macht sich dafür stark, dass die Herausforderungen des Landes in der deutschen und europäischen Politik mehr Gehör finden. Im April 2012 hat es in Berlin eine Tagung zum Thema „Zugang zu und Kontrolle über Ressourcen für die ärmsten Bevölkerungsgruppen in Bangladesch“ durchgeführt. Teilgenommen haben zivilgesellschaftliche Akteure aus Bangladesch, Europa und den USA sowie Vertreter der Europäischen Union, der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und der UN. Die vorliegende Ausgabe dokumentiert Beiträge dieser Tagung.

Meghna Guhathakurta, Geschäftsführerin der bangladeschischen NGO Research Initiatives, Bangladesh, zeigt auf den Seiten 6-8 den Zusammenhang zwischen ländlicher Armut, Menschenrechten und Ressourcennutzung auf. Der Sozialwissenschaftler Shapan Adnan berichtet auf den Seiten 9-11 über das systematische und politische Vorgehen zur Erschließung großer Landflächen für die Exportwirtschaft und den daraus resultierenden Widerstandsbewegungen von Kleinbauern, denen die Existenzgrundlage entzogen wird.

Der Klimaforscher Shamsuddoha beleuchtet auf den Seiten 12-14 die Konsequenzen des Verlusts natürlicher Ressourcen durch klimabedingte Veränderungen. Die Anwältin Sara Hossain geht in ihrem Beitrag (Seiten 15-16) darauf ein, wie das Recht auf Nahrung gesetzlich verankert und einklagbar ist. Auf den Seiten 17-18 beleuchtet Christa Räder, Landesdirektorin des UN-Welternährungsprogramms in Bangladesch, eine weitere Ressource, zu denen die Ärmsten unzureichend Zugang haben, die aber relevantes Instrument zur Ernährungssicherung ist: die soziale Sicherung. Auf den Seiten 25-26 finden Sie das Porträt des bangladeschischen Künstlers Wakilur Rahman, der nach 20 Jahren in Deutschland wieder nach Bangladesch zurückgekehrt ist.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen

Dirk Saam

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