Die Chittagong Hill Tracts nach dem Friedensvertrag

Die Chittagong Hill Tracts nach dem Friedensvertrag

2-2001 | Seit vielen Jahren schon weisen Menschenrechtsorganisationen auf die eklatanten Menschenrechtsverletzungen in den Chittagong Hill Tracts hin. Nach dem Wahlsieg der Awami-Liga 1996 kam Hoffnung auf, dass es zu einer politischen Lösung des Konflikts kommen könnte. Und nach dem Friedensabkommen im Dezember 1997 glaubten viele, dieser Vertrag würde den ethnischen Minderheiten die ersehnte Autonomie bringen. Doch werden die Stimmen wieder lauter, die darauf hinweisen, dass die Umsetzung der Bestimmungen im Friedensvertrag nur sehr schleppend voran kommt.

Eine sehr gründliche Dokumentation zur aktuellen Situation in den Chittagong Hill Tracts hat die Chittagong Hill Tracts Commission unter dem Titel "'Life is not ours'. Land and human rights in the Chittagong Hill Tracts, Bangladesh, Update 4" im Dezember letzten Jahres veröffentlicht. Die Chittagong Hill Tracts Commission ist eine unabhängige Organisation, in der Menschenrechtler aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Sie wurde 1989 gegründet. Seitdem reisen Mitglieder der Kommission regelmäßig nach Bangladesch und Indien und veröffentlichen ausführliche Berichte über die Lage der Menschenrechte in der Region.

Der neusten Publikation der Kommission verdanken wir wichtige Informationen. Die vollständige Dokumentation kann bestellt werden bei der Organising Committee Chittagong Hill Tracts Compaign, P.O.Box 11699, 1001 GR Amsterdam, Niederlande (E-Mail: occhtc@xs4all.nl). Wir danken Walter Ott, Klaus Salzmann, Christine Radestock und Anja Willmann für die Übersetzung von Teilen der Dokumentation.

Dazu kommen der Bericht der Soziologin Eva Gerharz, die mehrere Monate in den Chittagong Hill Tracts lebte, und das Interview mit Philip Gain von der Society for Environment and Human Development in Dhaka. Einen schönen Einblick in die Vorstellungswelt der Chittagong-Hill-Tracts-Bewohner geben die Geschichten, die Barbara DasGupta und Hans Harder übersetzt haben.

Außerdem veröffentlichen wir einen Erfahrungsbericht über das Leben in einem Slum in Dhaka von Beate Feuchte. Und Marion Müller porträtiert diesmal die Fotografin Rabeya Sarker Rima.

Christian Weiß

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