Verhaftungen bei Streiks in der Textil-Branche

Freitag, 18. Januar 2019

Streiks im Textilsektor haben Entlassungen und Verhaftungen zu Folge. Gewerkschaften schätzen die Zahl der Entlassenen auf 7.000 seit Beginn der Streiks im Dezember. Rund 100 Menschen wurden verhaftet.

Während der Streiks kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften. Am 8. Januar wurde dabei ein 22-jähriger Textilarbeiter im Rahmen einer Polizeikontrolle erschossen.

Grund für die Streiks ist die Lohnstruktur der Branche. Die Erhöhung des Mindestlohns von umgerechnet 54 EUR auf 83 EUR führte durch sein Stufenmodell zu keiner oder nur geringer Verbesserung für Teile der Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Regierung betont dennoch Erfolge in der Lohnanpassung. 2008 betrug der Mindestlohn 11 EUR und wurde seitdem verfünffacht.

Schätzungen zufolge erwirtschaftet Bangladesch rund 80% seiner Exporterlöse aus der Produktion von Konfektionsware. Deutschland ist nach den USA zweitgrößter Käufer von sogenannten Ready-Made-Garments aus Bangladesch. Dies führt seit langem zu Gerechtigkeitsdebatten sowohl im Land als auch in den Empfängerländern. Große Textilunternehmen profitieren unmittelbar von den geringen Produktionskosten. Die Lohnhöhe der Textilarbeiterinnen und Arbeiter liegt auch nach der Anpassung noch unter dem lokalen urbanen Durchschnitt.

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