Update: Corona Pandemie

Freitag, 10. Juli 2020

Fast 50 Prozent der Menschen Wari, einem Stadtviertel in Dhaka, sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. So der Bürgermeister von Dhakas Südstadt, Sheikh Fazle Noor am vergangenen Dienstag. Der Corona-Hotspot wurde am vergangenen Samstag für voraussichtlich 21 Tage abgeriegelt.
Zudem bestätigte die bangladeschische Regierung 52 Corona-Fälle unter den Rohingya-Flüchtlingen in den dicht besiedelten Lagern in Cox’s Bazar im Süden des Landes. Darüber hinaus seien fünf Rohingya Flüchtlinge in den Lagern an Corona verstorben. (Stand 05. Juli)

Die Pandemie könne einen lang anhaltenden Anstieg der Armut auslösen, so die Weltbank

Die Weltbank erwartet, dass die Produktion in Südasien im Jahr 2020 um 2,7% schrumpfen wird. Durch die strengen Ausgangsbeschräkungen wurde der private Konsum auch in Bangladesch stark behindert. In ländlichen Gebieten wurden die Lieferungen von Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern erschwert. Lebensmittelpreise stiegen stark an, was eine Nahrungsmittelknappheit zur Folge hatte. Die Schließung kleiner und mittlerer Unternehmen führte zu einem erheblichen Verlust an Arbeitsplätzen und privaten Investitionen. Dies könnte dazu führen, dass Armut langfristig zunimmt.

Viehzüchter*innen finden weniger Abnehmer*innen für ihre Tiere

Normalerweise werden jedes Jahr um „Eid-ul-Azha“ [Islamisches Opferfest] zahlreiche Rinder verkauft. "Aber in diesem Jahr ist die Nachfrage geringer. Auch auf den großen Märkten in Dhaka und Chattogram rechnen die Züchter*innen mit großen Verlusten, da die Nachfrage stark zurückgeht. Die momentanen Preise lagen unterhalb der jährlichen Ausgaben der Bäuer*innen für ihre Tiere. Dieses Problem betrifft auch viele NETZ-Projektteilnehmerinnen, welche im Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ Vieh züchten und verkaufen.

Medizinische Fachkräfte infizieren sich zunehmend

Mindestens 5.001 Ärzt*innen, Pfleger*innen etc. seien positiv auf das Coronavirus getestet worden Dies erschwert den Kampf gegen das Virus in Bangladesch. Darüber hinaus seien 62 Ärzt*innen an dem Virus verstorben, so die Bangladesh Medical Association (BMA). Laut Experten gebe es in Bangladesch verglichen mit der Bevölkerungszahl bereits zu wenig Fachpersonal. Die große Infektionszahl unter Mitarbeiter*innen die an vorderster Front des Gesundheitswesens arbeiten, belaste das Gesundheitssystem des Landes sehr. Die Hauptursachen für die Ansteckung des Gesundheitspersonals seien schlechte persönliche Schutzausrüstung, Patienten, die ihre Symptome verbergen würden und fehlende Programme zur Prävention und Eindämmung von Infektionen.

 

 

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