Update: Corona Pandemie

Mittwoch, 03. Juni 2020

Laut Angaben der Generaldirektion für Gesundheitsdienste (DGHS) seien in Bangladesch 49.534 Menschen mit COVID-19 infiziert. 10.597 Patienten seien genesen und 672 Menschen an dem Virus verstorben.
(Stand 28. Mai 2020)


Ausgangsperren werden teilweise aufgehoben
Führende Gesundheitsexperten warnen zur Vorsicht, um die Gesundheit und Sicherheit aller Arbeiter*innen zu gewährleisten, da täglich neue Infektionsfälle gemeldet werden. Sie fordern die bangladeschische Regierung auf, die Situation nach der Lockerung 15 Tage lang genau zu beobachten. Weitere Regelungen sollten dann anhand der Infektionsentwicklung getroffen werden. Moschen, Bildungseinrichtungen und Geschäfte würden zuerst in 10 ausgewählten Distrikten öffnen. Weitere würden je nach Entwicklung folgen. Der Landesweite Shutdown begann am 26. März.


Wiederaufnahme des öffentlichen Personenverkehrs
Der Öffentliche Verkehr wurde am 01. Juni nach zwei Monaten mit Einschränkungen und mit einer von der Regierung genehmigten Fahrpreiserhöhung um 60 Prozent wieder aufgenommen. So verkehren zum Beispiel keine Busse zwischen Distrikten und die Mitfahrkapazität wird halbiert, um die physische Distanzierung zu garantieren.  Jedoch kam es bereits zu Menschenansammlungen an Zugstationen. Ein New-Age-Korrespondent in Barishal berichtet, dass sich Langstreckenbusse überwiegend an die Regeln der physische Distanzierung halten, während Busse, die auf lokalen Strecken verkehrten, mehr als die von der Regierung genehmigten 50 Prozent der Fahrgäste aufnahmen. Fahrgäste berichten außerdem, dass die Fahrpreise teilweise um 100 Prozent erhöht wurden.


Die Regierung plant eine Zoneneinteilung zur Eindämmung des Virus
Alle von Corona betroffenen Gebiete in Bangladesch sollen basierend auf der Anzahl der Infektionen und der vorherrschenden Todesrate in drei Zonen eingeteilt werden – rot, gelb und grün. Expert*innen beraten momentan über Kriterien zur Einteilung. Die grünen Zonen werden ohne Einschränkungen sein. Es ist möglich, dass Gebiete und Städte durch verbesserte oder verschlechterte Lage neu eingeteilt werden müssen. Laut der bangladeschischen Tageszeitung „The Daily Star“ werden voraussichtlich Dhaka, Narayanganj und Gazipur als „rote Zonen“ gekennzeichnet. In diesen Bereichen werde es weiterhin Ausgangsperren geben und nur Geschäfte, die lebenswichtige Güter verkaufen, dürfen öffnen. Dies besprachen die Bürgermeister der drei Städte gemeinsam mit dem Gesundheitsminister. Ein Mitglied des Expertenausschusses, der die Reaktion auf das Coronavirus beaufsichtigen, überwachen und unterstützen soll, sagte, die Regierung müsse Maßnahmen prüfen, um den Übertragungskreis bei der Wiedereröffnung zu durchbrechen. Darüber hinaus betonte er die Notwendigkeit weiterer Forschung und forderte die Regierung auf, die Öffentlichkeit über die Pandemie zu informieren.


Mitarbeiter*innen der Wasserversorgungs- und Abwasserbehörde stellen Sieben-Punkte-Forderung
Mitarbeiter*innen der Wasserversorgungs- und Abwasserbehörde wie Straßenreiniger sind besonderen Risiken der Infektion ausgesetzt. Sie demonstrierten am Montag stundenlang vor WASA Bhaban in Karwanbazar. Ihre Sieben-Punkte-Forderungen beinhaltet unteranderem die dauerhafte Einstellung von 1.500 Mitarbeiter*innen und Risikozuschüsse für die Beschäftigten. Die Protestierenden erklärten, dass ihr Protest andauern werde, bis ihre Forderungen erfüllt seien.


Herausforderung in Bangladesch: Zyklon Amphan, Klimakrise und Corona
In einem Zeitungsartikel berichtet die Premierministerin von der doppelten Herausforderung des Zyklons und des Virus. Die Menschen zögern, ihre Häuser unbewacht zu verlassen und aus Angst vor dem Virus in Schutzräume zu gehen. Innerhalb weniger Tage bereitete Bangladesch zusätzliche 10.500 Unterkünfte vor, um die Evakuierten trotz physischer Distanzierung unterzubringen. Mehr als 70.000 Freiwillige der "Zyklonbereitschaft" wurden in den Küstengebieten mobilisiert. Es wurden Masken, Wasser, Seife und Desinfektionsmittel verteilt. Die Bekleidungsindustrie, die von stornierten Exportaufträgen betroffen war, rüstete teilweise ihre Produktionslinien um, um persönliche Schutzausrüstung herzustellen.
Die Klimakrise und die Pandemie erschweren den Wiederaufbau. Zyklone werden immer heftiger und häufiger. Die Pandemie und die daraus resultierende Wirtschaftskrise bedeutet, dass Bangladesch mit sich überlappenden gesundheitlichen, klimatischen und wirtschaftlichen Notlagen gleichzeitig umgehen muss. Nun sei es laut Premierministerin Sheikh Hasina wichtig, die Gemeinden besser auf den nächsten Sturm vorzubereiten, langfristige Rahmenbedingungen und Klimaanpassungspläne für Nationen zu entwerfen, denn Gesundheit, Wirtschaft und Klimaresistenz seien miteinander verknüpft.

 

Quellen

https://epaper.thedailystar.net/
https://www.thedailystar.net/
https://www.newagebd.net/article/107466/dhaka-wasa-employees-demand-risk-allowance
https://www.newagebd.net/article/107449/bus-operators-charge-extra
https://www.theguardian.com/global-development/2020/jun/03/fighting-cyclones-and-coronavirus-how-we-evacuated-millions-during-a-pandemic

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