Bildungseinrichtungen bleiben bis Ende August geschlossen

Freitag, 07. August 2020

Schulen und Bildungseinrichtungen in Bangladesch werden aufgrund der Corona Pandemie vorerst weiter geschlossen bleiben. Die Regierung hat die landesweit verhängten Schulschließungung bis Ende August verlängert. Eine Wiederöffnung ist voraussichtlich für Anfang September geplant.  Bereits seit Anfang März wurden aufgrund der Corona-Pandemie Universitäten und Schulen geschlossen; viele versuchen den Unterrichtsausfall mit Online-Unterricht und Fernseh-Lernprogrammen zu kompensieren.

Besonders herausfordernd ist die Situation in abgelegenen ländlichen Regionen Bangladeschs. Dort ist Online-Unterricht oft nur schwer möglich, weil es an technischer Ausstattung fehlt und die Internetverbindung unzureichend ist. Um den Mädchen und Jungen dort ebenfalls den Unterricht zu ermöglichen, bieten NETZ-Partnerschulen Unterricht im Freien. In Kleingruppen und ausgestattet mit Mund-Nasenschutz können die Kinder den wichtigen Hygieneanforderungen entsprechend lernen und bleiben nicht außen vor – so etwa an der Ferusa Danga Adivashi Dorfschule: Die Klassen sind jeweils in Gruppen aufgeteilt, die an drei Tagen in der Woche morgens oder am Nachmittag für zwei Stunden Unterricht haben – gelernt wird auf dem Hof eines Dorfbewohners unter freiem Himmel. Ein Vordach schützt vor Regen. Und: Nicht nur Lesen und Schreiben steht auf dem Stundenplan, denn die Schüler*innen erhalten wichtige Informationen zur Gesundheitsvorsorge.

Durch die aktuelle Flut wird die coronabedingte Bildungskrise im Land verstärkt

Vier Partnerschulen von NETZ sind akut von der Flut betroffen. Manjusree Mitra, Bildungskoordinatorin von NETZ, berichtet vor Ort aus den Flutgebieten Gaibandha und Kurigram: „Verbindungsstraßen zwischen Dörfern stehen unter Wasser. Auf Schwemmlandinseln in den großen Flüssen kommen Menschen nicht von einem Ort zum anderen. Viele Menschen suchen Schutz in den NETZ-Schulen“. Diese dienen betroffenen Dorfbewohner*innen in überfluteten Gebieten als sichere Unterkunft. Die meisten Gebäude wurden erhöht gebaut, sodass kein Flutwasser eindringt.

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