Arbeitnehmerrechte stärken, um leichten Zugang zu EU-Märkten zu behalten

Donnerstag, 04. Februar 2021

Die bangladeschische Zeitung The Daily Star berichtet, dass Änderungen der Arbeitsgesetzgebung Bangladeschs immer drängender werden. Hintergrund ist der fortschreitende wirtschaftliche Aufstieg des Landes, wonach Bangladesch ab 2024 aller Voraussicht nach nicht mehr zu den am wenigsten entwickleten Ländern (Least Development Countries, LDP) zählen wird. Eine Verbesserung der Rechte von Arbeitnehmern und der Sicherheit am Arbetsplatz seien nötig, damit bangladeschische Unternehmer im Handel mit der EU, dem größten Export-Abnehmer, auch als „Land mittleren Einkommens“ weiterhin Vorteile genießen können. Andernfalls drohen beispielsweise deutlich höhere Zollschranken.

Dem Bericht zufolge geht es um Themen wie Belästigung am Arbeitsplatz, Kinderarbeit, Gewerkschaftsfreiheit und Regelungen zur Umsetzung des Arbeitsrechts, die verbessert werden sollen. Khondaker Golam Moazzem, Forschungsdirektor des Thinktanks Center for Policy Dialogue (CPD), schlug demnach vor, dass Vertreter der Arbeitnehmerseite, der Regierung und von Unternehmern gemeinsam über Änderungen beraten sollten. Zwar habe das Land in Sachen Arbeitnehmerrechte Fortschritte gemacht – dennoch gebe es viel Verbesserungspotenzial. Streitfälle zwischen Arbeitern und Arbeitgebern würden etwa nicht schnell genug bearbeitet. The Daily Star spricht von derzeit etwa 20.000 Fällen, die den Arbeitsgerichten vorliegen. Die EU hat Bangladesch in den vergangenen Jahren bereits mehrfach aufgefordert, internationale Konventionen zu ratifizieren, dabei ging es um die Verbesserung von Arbeitsrechten, Menschenrechten, guter Regierungsführung und Umweltschutz.

 

 

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