25 Jahre NETZ e.V.

 Ein Fest für die Menschenwürde in Bangladesch

Die Zeitschrift NETZ berichtet seit 35 Jahren aus Bangladesch. Der Verein NETZ tritt seit seiner Gründung vor 25 Jahren für die Rechte der am stärksten benachteiligten Menschen in Bangladesch ein. Aus diesem Anlass kamen über 200 Freunde, Interessierte und Unterstützer am 24. Mai 2014 in Wetzlar zusammen. In den Räumlichkeiten der "Seniorenresidenz Philosophenweg" feierten sie die bisherigen Erfolge und diskutierten die Rolle einer Organisation wie NETZ in der Entwicklungszusammenarbeit. "Es ist wirklich eine große Freude für uns, so viele Freunde begrüßen zu können", empfing der NETZ-Vorsitzende Manfred Krüger die Gäste. NETZ-Mitarbeiterinnen stellten die aktuelle Arbeit vor. An der anschließenden Gesprächsrunde nahmen teil: die entwicklungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Sibylle Pfeiffer, Edda Kirleis von Brot für die Welt, Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette, Jürgen Kretz vom Bundesentwicklungsministerium, der Filmemacher Shaheen Dill-Riaz sowie Manfred Krüger. Die Moderation lag bei Steffen Gross von der Wetzlarer Neuen Zeitung.

Peter Dietzel, Geschäftsführer von NETZ, sagte bei der Präsentation der aktuellen Projekte: "Hunger ist Gewalt. Die Ursachen sind nicht etwa Naturkatastrophen. Er hat strukturelle Gründe: Ungerechtigkeit im Welt-Agrarhandel, Klimawandel, eiskalte Gleichgültigkeit, schlechte Entwicklungspolitik und das Machtgefüge in Bangladesch - sodass Landarbeiter in Notzeiten 300 Prozent Zins für einen Sack Reis bezahlen oder indigenen Bevölkerungsgruppen ihr Land geraubt wird. Wer bei NETZ mitmacht, findet sich mit dieser Gewalt nicht ab."

Dirk Saam, Referent für Entwicklungspolitik, informierte: "NETZ als geschäftsführende Organisation des Bangladesch-Forum wirkt darauf hin, dass die Herausforderungen des Landes in der deutschen Öffentlichkeit Gehör finden und das die Sichtweisen der Zivilgesellschaft aus Bangladesch Eingang in die deutsche und europäische Politik finden."

Sabrina Syben, Referentin für entwicklungspolitische Bildung, berichtete: "Im letzten Jahr konnten wir mit unseren Unterstützergruppen in 88 Aktionen und Veranstaltungen auf die Armut und Hunger in Bangladesch aufmerksam machen. Die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von NETZ ist nicht ohne das ehrenamtliche Engagement der Aktionsgruppen und unserer Freiwilligen denkbar."

Shahidul Islam, stellvertretender Leiter des NETZ-Teams in Bangladesch, führte aus: "Das Team im Landesbüro ist nah dran: wir kennen die Perspektive der Menschen in den Dörfern. Qualität erzielen wir durch Standards, 100% Transparenz und Nulltoleranz gegenüber Korruption."

Jana Schubert, die 2011/12 in Bangladesch war: "Ich hatte ein sehr tolles Freiwilligen-Jahr in Bangladesch. Menschen gaben mir Einblicke in ihr Leben, ihre Probleme und in ihre Kultur. Es waren wahnsinnig mutige Menschen, die mich sehr berührt haben."

Bharati Avireddy beeindruckte die Gäste mit Bharathanatyam-Tänzen.

Oberbürgermeister Wolfram Dette sagte zu, NETZ zu unterstützen und "über die wunderbaren Erlebnisse, die ich aus der NETZ-Zeitschrift entnehme, noch mehr mit den Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen."

Sibylle Pfeiffer, MdB, meinte in der Diskussionsrunde: "NETZ hat ein unglaublich professionelles, hohes Niveau. Die Arbeit von NETZ ist erste Sahne. Ich habe sie mir selbst angesehen."

Jürgen Kretz: "Das BMZ ist sehr froh, kompetente Partner wie NETZ zu haben, die auch mal an der richtigen Stelle nachfragen."

Edda Kirleis sagte: "Ich möchte gerne gemeinsam mit der großen NETZ-Familie und denen, die sich hier und in Bangladesch für Bangladesch engagieren, weiter an dem großen und erfolgreichen Netzwerk stricken."

Shaheen Dill-Riaz: "Ich wünsche mir, dass deutsche Interessierte vielmehr und länger das Land besuchen und auch gegenseitig: dass Bengalen auch hier die Chance bekommen, dieses Land zu erleben und jeweils zu verstehen, warum sind die Menschen so, wie sie sind."

Manfred Krüger formulierte das Engagement der vielen in NETZ so: "Es geht nicht nur darum, von unserem Überfluss etwas abzugeben, etwas mal nebenbei zu machen. Es geht um essentielle menschliche Fragen."

Steffen Gross fasste zusammen: "Die Gesprächsrunde hat gezeigt, dass es sich lohnt, sich auch hier vor Ort für ein gerechtes Miteinander einzusetzen."

NETZ ist ein wichtiger Partner der Europäischen Union in Bangladesch. Zusammen geben wir benachteiligten und armen Menschen Hoffnung und eröffnen ihnen Chancen.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat NETZ das Spenden-Siegel "Geprüft + Empfohlen" verliehen. Es steht für einen sorgsamen Umgang mit Spenden, die Sie uns anvertrauen.

Kontakt

Peter Dietzel

Geschäftsführer
dietzel@remove-this.bangladesch.org
Tel.: 0 64 41 - 9 74 63-0