Politischer Dialog und Vernetzung

Gemeinsam Menschenrechte und Armutsbekämpfung stärken

Bangladeschs Zivilgesellschaft hat in der Vergangenheit erfolgreich und gewaltfrei demokratische Räume erweitert und ist für die Rechte eingetreten. Sie fordert, dass der Staat im Einklang mit Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit handelt und die Freiheit der Meinungsäußerung gewährleistet. Der sozio-ökonomische Wandel, innerpolitische Auseinandersetzungen und die Vergangenheitsbewältigung sind Herausforderungen für Bangladesch und seine Menschen auf dem Weg in eine friedliche Zukunft. NETZ versteht politischen Dialog und Vernetzung als Möglichkeit, Menschenrechte und Armutsbekämpfung zu stärken.

Das Bangladesch-Forum: Dialog der Zivilgesellschaft mit Politik und Wissenschaft. (Foto:Sharaf Ahmed)

Das Bangladesch-Forum

Das Bangladesch-Forum mit Büro in Berlin ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, die zu Bangladesch arbeiten, darunter Brot für die Welt, Misereor, Amnesty International, Shanti, Mati sowie Diaspora-Organisationen und Vertretern aus Wissenschaft und Forschung. Als Mitglied ist NETZ mit der Geschäftsführung beauftragt. Das Netzwerk hat ein breites Spektrum an Partnern in Bangladesch und kann durch intensiven Dialog zu vielen Themen professionell arbeiten. Inhalte und Forderungen – basierend auf der Arbeit der Zivilgesellschaft in Bangladesch – bringt das Bangladesch-Forum in Gespräche mit staatlichen Entscheidungsträgern ein.

Im Jahr 2015 hat das Netzwerk politische Entscheidungsträger in Deutschland und Europa dafür sensibilisiert, welche Risiken Bangladeschs gegenwärtige Strategie des unbedingten wirtschaftlichen Wachstums für die soziale Gerechtigkeit und den Zusammenhalt der Bevölkerung birgt. Wenn Wachstum zu Lasten von Mensch und Umwelt geht, sind soziale Konflikte vorprogrammiert, vor allem beim Zugang zu natürlichen Ressourcen. Mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags und des Europäischen Parlaments sowie mit Ministerien in Berlin und der Europäischen Kommission wurden die Auswirkungen dieser Prozesse auf Menschen, die in extremer Armut leben, diskutiert. Gemeinsam mit Partnern in Bangladesch hat das Bangladesch-Forum die Erarbeitung friedlicher Konfliktlösungen sowie den Ausbau von Konfliktlösungskompetenzen vorangetrieben.

Staat und Gesellschaft in Bangladesch sind herausgefordert, Handlungsspielräume von NGOs und Medien nicht einzuschränken, sondern auszuweiten. Aktivisten, die off- und online kritische Sichtweisen auf politische Prozesse, Staat und Religion verbreiten, sind zu schützen. Die Zivilgesellschaft muss ihre Rolle wahrnehmen können, staatliches Handeln zu kontrollieren.

Das Bangladesch-Forum hat im Jahr 2015 Menschenrechtsverteidigerinnen aus Bangladesch – unter anderem Meghna Guhathakurta, Geschäftsführerin der NETZ-Partnerorganisation RIB – mit Vertretern der EU-Institutionen in Brüssel und des Auswärtigen Amtes in Berlin zusammengebracht, um diese Themen und gemeinsame Handlungsoptionen zu diskutieren.

Das Bangladesch-Forum hat 2015 mit dem deutschen Verband Entwicklungspolitik VENRO und mit CONCORD, dem EU-weiten NGO-Dachverband in Brüssel, kooperiert.

Die Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Organisationen in die Erstellung von EU-Länderstrategien und die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung standen im Mittelpunkt.

NETZ setzt sich in Gesprächen mit de Bundesinisterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Bundestagsabgeordneten dafür ein, dass Bangladesch in die Sonderinitiative "Welt ohne Hunger" aufgenommen wird: NETZ-Geschäftsführer Peter Dietzel im Gespräch mit Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller.

Ausblick 2016

Das Bangladesch-Forum wird weiterhin Gespräche anregen, wie Ansätze der Konflikttransformation verstärkt  in die Entwicklungs- und Menschenrechtsarbeit in Bangladesch integriert werden können. Aufgrund einer Vielzahl bestehender Konflikte steigt auch die Zahl zivilgesellschaftlicher Akteure in Bangladesch, die sich damit beschäftigen. Das Bangladesch-Forum wird hier als Partner verstanden, der Vertreter der bangladeschischen Zivilgesellschaft mit internationalen Experten aus dem Globalen Süden und Norden zusammenbringen kann.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Globales Lernen.

Download Jahresbericht 2016 (pdf)

Das Bangladesch-Forum mit Büro in Berlin ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, die zu Bangladesch arbeiten, darunter Brot für die Welt, Misereor, Amnesty International, Shanti, Mati sowie Diaspora-Organisationen und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung. Als Mitglied ist NETZ mit der Geschäftsführung beauftragt. Das Netzwerk hat ein breites Spektrum an Partnern in Bangladesch und kann durch den intensiven Dialog zu vielen Themen professionell arbeiten. Inhalte und Forderungen - basierend auf der Arbeit der Zivilgesellschaft in Bangladesch - bring das Bangladesch-Forum in Gespräche mit staatlichen Entscheidungsträgern ein.