"Wir bleiben dran! Freiwilligendienst in Bangladesch - und dann?" (1/2014)

Vorwort von Felicitas Qualmann,
Vorstandsmitglied von NETZ und ehemalige Freiwillige

Seit 1991 haben über 100 junge Menschen mit NETZ einen Freiwilligendienst in Bangladesch geleistet. Der Einsatz in Bangladesch bereichert und bewegt. Das alltägliche Leben, Begegnungen und geknüpfte Freundschaften zeigen neue Perspektiven auf, geben Denkanstöße und sensibilisieren für soziale Ungerechtigkeiten. Begegnungen mit Menschen, die sich nicht scheuen anzupacken, um Dinge zu verändern, sind sehr prägend. Der Wunsch, zu diesem Prozess beizutragen wird größer und größer. Doch irgendwann lässt sich die Rückkehr nach Deutschland nicht weiter aufschieben und damit auch nicht die Konfrontation mit den Fragen: War es das nun? Wie geht es weiter? Welche Rolle kann ich in Deutschland spielen?

Vielen Freiwilligen fällt die Rückkehr nach Hause meist schwerer als der Aufbruch. Man kehrt als Mensch zurück, der sich bewegt und verändert hat. Der Unmut über globale Ungerechtigkeiten ist groß, das in Bangladesch darüber gewonnene Wissen ist präziser geworden und das Bedürfnis, dagegen anzugehen, scheint schier unendlich. Doch wie?

Zurückgekehrten Freiwilligen bieten sich viele Möglichkeiten zum sozialen Engagement. Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Bildungsarbeit sensibilisieren sie Interessierte für entwicklungspolitische Themen, bereiten neue Freiwillige auf ihre Zeit im Ausland vor, verfassen Beiträge für die Öffentlichkeitsarbeit, arbeiten hauptamtlich bei Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit oder sind Mitglieder in deren Vorständen. Für die Arbeit von NETZ ist ihr tatkräftiger Einsatz unersetzlich. Gleichzeitig bietet ihnen NETZ die Möglichkeit, sich sinnvoll einzubringen und Fähigkeiten zu erlernen, die für den eigenen persönlichen und beruflichen Werdegang von Nutzen sein können.

Ab Seite 6 berichtet Anna-Lena Meiners, die von 2010 bis 2011 mit NETZ einen Freiwilligendienst in Bangladesch geleistet hat, von den Herausforderungen des Zurückkehrens. Im Interview erläutert Agata Gornicki, NETZ-Referentin für Freiwilligenarbeit, die Möglichkeiten für ehemalige Freiwillige in Deutschland und welche Bedeutung ihr Engagement für ihre Entsendeorganisationen hat (Seite 11 folgend). Auf den Seiten 13 bis 15 berichtet Patrizia Heidegger, Geschäftsführerin der Organisation Shipbreaking Platform, von der Situation in der Schiffsabwrackindustrie in Bangladesch und von ihrem persönlichen Werdegang. Eine Station war der Freiwilligendienst mit NETZ in Bangladesch.

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