Dienstag, 04. April 2017

Ob Fahrrad-Autobahnen, Upcycling oder Stoffbeutel statt Plastiktüte die Welt ist voller guter Ideen. Schon mit kleinen Veränderungen im Alltag können alle etwas zum Klimaschutz beitragen.  Die Bangladesch-Gruppe Tübingen-Hirschau freut sich am Sonntagnachmittag über das große Interesse am Klimaaktivismus. Ein leckeres Mittagessen und die Frage – was können und wollen wir verändern? – lockte 70 Gäste zum Tag der Hoffnung im Gemeindehaus St. Urban. Auch NETZ Referentin Sabrina Syben ist mit vielen Ideen zum Klimaaktivismus dabei. 

Mit Bildern von ihrer Bangladesch-Reise zeigt Sabrina Syben wie Menschen in Bangladesch den Klimawandel erleben.  Frauen wie Kolaboti Hemron aus Bangladesch berichten, dass durch die Veränderung der Wetterverhältnisse die Landwirtschaft zunehmend schwieriger ist. Die Sommer sind trockener und in der Regenzeit kommt es zu immer stärkeren Überschwemmungen. In Bangladesch entwickeln Dorfbewohnerinnen und –Bewohner gemeinsam Ideen,  um sich an die Wetterbedingungen anzupassen. Der Ideenreichtum ist groß: zum Schutz vor Überschwemmungen schütten sie Häuser auf und verlagern ihre Kochstellen nach oben. Mit kleinen Geschäften oder Korbflechterei versuchen sie ein zusätzliches Einkommen zur Landwirtschaft zu schaffen. 

Das Ziel sollte aber sein, die Bedingungen zu verbessern, um sich nicht anpassen zu  müssen. Wir alle können aktiv werden, um das Klima zu schützen und so die Lebensbedingungen aller Menschen zu verbessern. Die Teilnehmenden am Tag der Hoffnung in Tübingen-Hirschau tauschen ihre Ideen zum Klimaaktivismus aus.  Es geht ganz leicht, zum Beispiel klimagerecht Einkaufen: einen Stoffbeutel mitnehmen, Fahrrad statt Auto verwenden, saisonale und regionale Produkte wählen und auf  Plastikverpackungen verzichten. Auch ausgefallene Ideen zur Wiederverwendung von „Abfall“ finden großen Anklang. Gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern stellt Lehrerin Gabriele Medam das „Upcycling“ vor. Aus Milchkartons zaubern sie dekorative Blumentöpfe, die jede Wohnung verzieren könnten.