Mittwoch, 15. Februar 2017

Im Rahmen der entwicklungspolitischen Film- und Diskussionsreihe fern:welt:nah steht der 15. Februar in Frankfurt/M. ganz im Zeichen des Freiwilligendienstes in Bangladesch. Zusammen mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN) führt NETZ-Referent Sven Wagner durch einen abwechslungsreichen Abend, der rund um die Dokumentation „Fernglück“ arrangiert ist. Im Film begleitet Regisseur Shaheen Dill-Riaz eine Hand voll junger Menschen aus Deutschland während ihres NETZ-Freiwilligendienstes in Bangladesch. Dill-Riaz, der selbst in Bangladesch geboren wurde, gelingt es auf einfühlsame Weise die Gedanken der acht ProtagonistInnen einzufangen und deren persönliche Entwicklung über die Monate hinweg plastisch abzubilden.

Die warme Atmosphäre im gut besuchten Giebelsaal des Haus am Dom Frankfurt regt zum Diskutieren an. Ganz besonders profitiert der Abend von den beiden anwesenden ProtagonistInnen Carolin Nast und Moritz Goldbeck. Es sind ihre Erzählungen, die stetig neue Anknüpfungspunkte für das anwesende Publikum bieten. Immer wieder beginnen Carolin und Moritz zu berichten – von den Freuden und den Anstrengungen des Jahres 2012/13, von Kuriosem und den kleinen und großen Tragödien. Nicht der eigentliche Film steht im Mittelpunkt dieses Filmabends, sondern die Menschen, die freiwillig für ein Lebensjahr nach Bangladesch zogen. „Dies war auch ein Ziel unserer Planung“, betont Wagner, „das Publikum in die Leben und Lebensläufe von Freiwilligen eintauchen zu lassen.“ Der eigens für diesen Abend produzierte Kurzfilm mit Interviews ehemaliger Freiwilliger aus den vergangenen 25 Jahren des NETZ-Freiwilligendienstes spiegelt genau diesen Aspekt wider. Er bildet den Abschluss eines rundum gelungenen Abends.