Freitag, 31. März 2017

Pizza, Kuchen, Nussecken, Plätzchen oder selbstgemachte Marmelade – alle drei Wochen erweitert sich das Verpflegungsangebot für die Schülerinnen der Goetheschule. Wer dahinter steckt? Die engagierten Schüler der Bangladesch AG. Mit dem Verkauf des Selbstgemachten unterstützen sie den Schulbesuch von Kindern in Bangladesch.

Zum gemeinsamen Kennenlernen und für Informationen aus erster Hand ist die Bangladesch AG am Mittwoch zu Besuch bei NETZ. NETZ Bildungsreferentin Sabrina Syben ist im März aus Bangladesch zurückgekehrt und erzählt den Schülerinnen von ihren Erfahrungen. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Anandalok Schulen und Dorfschulen? Wie groß ist eine Klasse? Schaffen alle Kinder den Schulabschluss? Die Bangladesch AG stellt viele Fragen und freut sich über die interessanten Antworten, die Sabrina Syben mit Bildern von ihrer Reise untermalt.

In den sehr ländlichen, eher abgelegenen Gebieten im Norden Bangladeschs sind öffentliche Bildungssysteme oft nicht zugänglich. Dort unterstützt und ergänzt NETZ gemeinsam mit Partnerorganisation die staatlichen Bildungsprogramme durch zusätzliche Schulen, pädagogische Beratung, effektive Lehrmethoden und Unterrichtskonzepte. Grundlegend ist dabei die gemeinsame Entwicklung und Betreuung des Schulkonzepts mit den Menschen aus den betroffenen Regionen. Doch der Wirkungskreis der Schulen geht über die Schülerinnen hinaus: Die Schulen sind auch kultureller Mittelpunkt der Dörfer. Gemeinsam werden dort die Feierlichkeiten zu Nationalfeiertagen wie dem Internationalen Tag der Muttersprache oder dem Unabhängigkeitstag begangen. Meist strömen alle Familien aus der Gemeinde zu den Schulen, um mit zu feiern. So lernen auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler etwas über die Kultur Bangladeschs.

Sabrina Syben betont, dass das ehrenamtliche Engagement entscheidend ist für die Finanzierung und Unterstützung der Schulen. Damit ein Kind für ein ganzes Jahr die Schule besuchen kann, reichen bereits 54 € aus. Die Schülerinnen der Bangladesch AG sind begeistert, denn durch ihre Backaktionen können viele Kinder in Bangladesch zur Schule gehen.

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