Bangladesch - Minderheiten

Minderheiten in Bangladesch

Bangladesch ist ein Land, in dem es viel zu entdecken gibt. Hierzu gehört auch eine faszinierende Vielfalt an religiösen und indigenen Gruppen. Dennoch sind diese im mehrheitlich muslimisch bevölkerten Land (88%) teils stark marginalisiert und teils verschwindend klein. Von den etwa 160 Millionen Bewohnern des Landes gehören etwa zehn Prozent dem hinduistischen Glauben an. Die restlichen zwei Prozent setzen sich aus Buddhisten, Christen und Animisten zusammen. Die Verteilung entlang der ethnischen Zugehörigkeit zeigt ein noch einheitlicheres Bild: neben den schätzungsweise 98% als "Bengalen" bezeichnete Bangladeschis leben so genannte "ethnische Minderheiten" vor allem in der Bergregion der Chittagong Hill Tracts im Südosten, aber auch im Flachland Bangladeschs. Bei ihnen fällt die ethnische und religiöse Zugehörigkeit zusammen: Die ethnischen Minderheiten sind vornehmlich Buddhisten, Christen, Hindus und Animisten. Die Mehrheit der bangladeschischen Hindus und die muslimische Minderheit der Ahmadiyyas hingegen sind ethnische Bengalen.

Obwohl die Unabhängigkeit Bangladeschs 1971 von dem Ideal eines säkularen Staates geprägt war, ist dessen Verwirklichung über die Jahre immer wieder politischen Interessen zum Opfer gefallen. Minderheiten in Bangladesch sind rechtlich, politisch und wirtschaftlich der gesellschaftlichen Mehrheit gegenüber benachteiligt. Zentrale Probleme sind beispielsweise der Schutz indigener Landrechte und die Ausübung religiöser Praktiken.

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