Statistiken zum Wirtschaftswachstum

Platz 129 belegt Bangladesch im Jahr 2010 beim Index zur menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen. Der Index vergleicht weltweit in 169 Staaten das Pro-Kopf-Einkommen, die Lebenserwartung und den Bildungsgrad der Bevölkerung.

66 % ihrer Ausgaben investieren die 40 Prozent der Bevölkerung Bangladeschs die unterhalb der Armutsgrenze leben für den Kauf von Grundnahrungsmittel. Bei den ärmsten Gruppen sind es sogar 80 Prozent.

8,8 Milliarden Euro wurden im Jahr 2010 von im Ausland lebenden und arbeitenden Bangladeschis nach Bangladesch überwiesen. 66 Prozent davon kamen aus arabischen Ländern.

Der „Next Eleven“-Ländergruppe sagen Wirtschaftsexperten eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung voraus wie Brasilien, Russland, Indien und China, den nach ihren Anfangsbuchstaben so genannten BRIC-Staaten. Zur Gruppe der „Nächsten Elf“ gehört neben der Türkei, Südkorea und Vietnam unter anderem auch Bangladesch.

Der Nahrungsmittel-Preisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen erfasst die Entwicklung der Weltmarktpreise von 55 Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen. In ihm sind die fünf Warengruppen Fleisch, Milchprodukte, Getreide, Öle und Fette sowie Zucker zusammengefasst. In Bangladesch ist der Preis für Reis zwischen Februar 2011 und April 2011 um 29,5 Prozent gestiegen und liegt somit aktuell auf dem Niveau während der Nahrungsmittelkrise im Jahr 2008. Auch die Preise anderer Grundnahrungsmittel sind im Vergleich zum Vorjahr drastisch gestiegen – weltweit und in Bangladesch. In Bangladesch leben 40% der Menschen in Armut. Der Einkauf von Lebensmitteln beansprucht 66 Prozent ihrer Ausgaben, alleine für Reis geben sie ein Drittel ihres Geldes aus. Der Weltbank zufolge hängt dieser Preisanstieg in erster Linie mit der Preisentwicklung am Weltmarkt zusammen.

Preisindex für Nahrungsmittel und Getreide am Weltmarkt von 1990 bis 2011.

Einkommensungleichheit. Die ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung Bangladeschs verfügen durchschnittlich nur über 2 Prozent des gesamten Einkommens, die ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung lediglich über 14,4 Prozent. Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung verteilen hingegen 37,6 Prozent des gesamten Einkommens auf sich. Dies hat sich in den letzten 15 Jahren nicht geändert, wie ein Bericht der staatlichen Statistikbehörde Bangladeschs vom Juni 2011 belegt (Bangladesh Bureau of Statistics. „Preliminary Report on Household Income & Expenditure Survey 2010.“). Der Einkommensanteil der ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung hat sich sogar in diesem Zeitraum um 1,2 Prozent verringert.

Reale Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Wachstumsraten in ausgewählten Ländern Südasiens. (Um die Lesbarkeit zu erhöhen, werden hier nur statistisch geglättete Daten gezeigt.)
Einkommensverteilung (1995/96, 2000, 2005) in Bangladesch; unterteilt in 10 Gruppen von den ärmsten 10 Prozent der