Politik und Geschichte

Am 7. März 1971 hielt Sheikh Mujibur Rahman, später erster Präsident Bangladeschs, seine historische Rede in Dhaka: „Dieser Kampf ist ein Freiheitskampf, dieser Kampf ist ein Unabhängigkeitskampf!“ In ihr rief er die bengalische Bevölkerung Ostpakistans zur Nichtkooperation gegen das Regime im Westteil des Landes auf. Viele in Bangladesch betrachten diese Rede als die eigentliche Unabhängigkeitserklärung des Landes, auch wenn diese offiziell erst am 26. März verkündet wurde. Zwischen diesen Worten und der Kapitulation der pakistanischen Armee am 16. Dezember 1971 liegen neun Monate eines verlustreichen Krieges, der die Bevölkerung Bangladeschs bis heute bewegt.

Bangladesch hat seit seiner Gründung beachtliche soziale und wirtschaftliche Erfolge erzielt. Das Land hat sich friedlich gegen Militärdiktaturen aufgelehnt und ist immer wieder zu demokratischen Strukturen zurückgekehrt. Defizite sind zweifelsohne weiterhin vorhanden. Doch die Aussage Bangladesch sei ein hoffnungsloser Fall, getroffen 1974 vom damaligen US-amerikanischen Außenminister Henry Kissinger, kann heute sicherlich nicht mehr aufrechterhalten werden.   

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