Soziale Sicherung

Wie hoch ist das Existenzminimum in Deutschland und was folgt daraus für den Staat, um Bedürftige dabei zu unterstützen, ihre materiellen Bedürfnisse zu befriedigen? Wie kann der Staat darüber hinaus ihr Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben gewährleisten? In Deutschland wird diskutiert, ob Kinder von Bedürftigen Gutscheine erhalten sollen, damit sie Bildungs- und Freizeitangebote wahrnehmen können.

Und in Bangladesch? Hartz IV für 30 Millionen extrem Arme? Grundschule per Gutschein? Leistungen im Rahmen des staatlichen Sicherungsnetzes werden vermehrt als Instrument der Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern angesehen. In Bangladesch bilden die Familien, die Nachbarn und die Dorfgemeinden das wichtigste Netz zur sozialen Grundsicherung für Menschen, die es nicht aus eigener Kraft schaffen, ein Leben unter menschenwürdigen Bedingungen zu führen. Verwandte, Nachbarn oder Gemeindemitglieder nach Unterstützung zu fragen, hat aber in Bangladesch seit jeher auch Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen und Machtstrukturen manifestiert. Und in vielen Fällen ist das soziale Umfeld selbst so arm, dass nicht geholfen werden kann.

Bangladesch baut gegenwärtig ein System staatlicher Unterstützungsleistungen für Bedürftige auf. Doch wie funktioniert das soziale Sicherungsnetz in einem Land, in dem 30 Millionen Menschen extrem arm sind. Und sind staatliche Transferleistungen ein wirksames Instrument zur Reduzierung extremer Armut?

Kontakt

Dagmar Schwarze-Fiedler

Dialog mit Spenderinnen und Spendern
schwarze-fiedler@remove-this.bangladesch.org
Tel.: 0 64 41 - 9 74 63-10

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